Mit dem größten Auftrag in ihrer achtzigjährigen Geschichte, über bis zu 40 A330, davon 18 moderne A330-900neo, hat sich SAS selbst das größte Geburtstagsgeschenk gemacht.

Fast auf den Tag ein Jahr nach dem Megaauftrag über bis zu 55 Embraer E195-E2 Regionaljets, hat sich SAS mit 18 fabrikneuen A330-900 Großraumjets jetzt auch die Karten für die Zukunft auf der Langstrecke gelegt.

Da das SAS-Management nicht bis zur Auslieferung der ersten fabrikneuen Maschine aus Toulouse warten möchte, sicherte es sich über Airbus gleichzeitig noch 22 gebrauchte A330-300. Von diesem Flugzeugtyp setzt die Airline aktuell acht Exemplare mit einem Durchschnittsalter von fast 15 Jahren ein. Dazu kommen sechs neue A350-900 und drei A321LR-Schmalrumpfjets für interkontinentale Routen.

Die größte SAS-Bestellung aller Zeiten

Weder SAS noch Airbus verraten, wann die Lieferung der A330neo, oder jene der A330-300 als Zwischenlösung beginnen soll. Bekannt ist jedoch, dass das Investitionsvolumen bei einem Listenpreis von mehr als 10 Milliarden US-Dollar liegt. Damit ist es das größte Investment von SAS in ihrer achtzigjährigen Geschichte.

Die A330-900 werden mit Treibstoff sparenden Rolls-Royce Trent 7000 ausgeliefert. Die Reichweite der „neo“-Version der bewährten A330 liegt bis rund 15.000 Kilometern. Wie sämtliche Airbus-Muster, so ist auch die A330-Familie schon jetzt für einen Betrieb mit einer Treibstoff-Beimischung von bis zu 50 Prozent des CO2-neutralen SAF zugelassen. Es ist geplant, dass dieses Mischungsverhältnis bis zum Jahr 2030 stetig sinkt, bis der vollständig klimaneutrale Betrieb in vier Jahren mit hundert Prozent SAF möglich ist.

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Am 30. Juni 2026 besiegelten Benoît de Saint-Exupéry, Airbus EVP Sales of the Commercial Aircraft business und Anko van der Werff, President & CEO of SAS den Kaufvertrag über 18 A330neo. Bild: Airbus

Selbst wenn davon auszugehen ist, dass die acht existierenden A330-300 durch die 18 modernen und sparsamen A330neo abgelöst werden, und auch die als Übergangslösung beschafften A330-300 wieder die Flotte verlassen, bleibt unter dem Strich ein Plus von zehn Großraumjets.

Expansion von SAS am Flughafen Kopenhagen

Wo die zusätzlichen Flugzeuge stationiert werden, ist zumindest aus heutiger Sicht relativ klar. Schließlich hat SAS ihren Langstreckenverkehr mit wenigen Ausnahmen auf den „Global Hub“ am Airport der dänischen Hauptstadt Kopenhagen konzentriert.

 

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Fast auf den Tag genau vor einem Jahr bestellte SAS bis zu 55 Embraer E195-E2 Regionaljets. Bild: Embraer

Die Vorteile des geplanten Streckenausbaus für den am Öresund gelegenen Flughafen liefert die Airline in ihrer Pressemitteilung zum Großeinkauf gleich mit. So soll das SAS-Wachstum in den kommenden vier Jahren rund 25.000 neue Jobs bringen und bis 2030 mit 25 Milliarden dänischen Kronen zum Bruttoinlandsprodukt des Königreichs beitragen.

Die positiven Auswirkungen sollen dabei nicht auf Dänemark beschränkt bleiben. So ist sich SAS sicher, dass neben der Region Kopenhagen auch der durch den Öresund-Tunnel und -Brücke mit dem Airport verbundene Süden des benachbarten Schwedens mit mehreren tausend Jobs von der Expansion in Dänemark profitieren wird.