Landung auf einer Graspiste - Was man dabei beachten sollte

München, 15. April 2014

Eine Landung auf einer Grasbahn ist nichts Selbstverständliches. Was auf dem Video so einfach aussieht, ist das Ergebnis eines langen Trainings.

Quelle Video: aviatorat, YouTube

Dass sich die Landedistanz bei einer Landung auf Gras wegen dem Widerstand verzögern müsste, denken die meisten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Der Grund dafür ist, dass die Reibung zwischen Reifen und Boden sehr gering ist, sodass eine höhere Wahrscheinlichkeit zum Blockieren der Räder oder zum Schleudern gegeben ist und man oft nicht maximal bremsen kann. Dies hat zur Folge, dass sich die Landestrecke auf getrocknetem Gras (bis zu 20 cm hoch) um ca. 15% erhöht. Bei einer nassen Grasbahn (bis zu 20 cm hoch) sind es etwa 35%.

Wer auf einer Graspiste starten möchte, muss bedenken, dass sich die Startrollstrecke bei getrocknetem Gras (bis zu 20 cm hoch) um etwa 20% verlängert. Bei einer nassen Grasbahn (bis zu 20 cm hoch) sind es ganze 30%.

Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führen lässt, erkennt man, dass es eine ziemlich sportliche Angelegenheit sein kann, da meistens die Grasbahnen sehr kurz sind und man mit einer hohen Geschwindigkeit startet oder landet.

Aus diesem Grund sollte man vor jedem Start auf einer Graspiste eine ausführliche und ordnungsgemäße Flugvorbereitung (z.B. Berechnung der Startrollstrecke bei nassem Untergrund) durchführen und die Sicherheit an oberster Stelle stehen haben.

Quelle: Heinrich Boger, Aeroscope

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