Im westafrikanischen Staat Kamerun ist ein Flugzeug mit elf Insassen an Bord aus noch ungeklärten Umständen verunglückt. Die Fluglotsen hätten den Kontakt zu der Maschine etwa 150 Kilometer von der Hauptstadt Jaunde entfernt nahe dem Waldgebiet von Nanga Eboko verloren, hatte das Verkehrsministerium mitgeteilt. Bei einer sofort eingeleiteten Suche wurde das Wrack aus der Luft entdeckt. «Wir wissen noch nicht, ob es Überlebende gab», erklärte die Sprecherin einer Ölfirma am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Maschine war von der nationalen Ölfirma Cotco gechartert worden, die eine Pipeline im Wert von 3,7 Milliarden Dollar zwischen Kamerun und dem benachbarten Tschad baut und betreibt. Angaben zu den Nationalitäten der Mitarbeiter an Bord der Maschine wollte die Sprecherin nicht machen. Sollte es keine Überlebenden geben, wäre es das schlimmste Luftfahrtunglück in dem Land seit dem 5. Mai 2007, als ein Kenya-Airlines-Jet in Douala verunglückte. Keiner der 114 Passagiere an Bord hatte damals überlebt.

Kamerun war vor dem Ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie. Nach der deutschen Niederlage teilten sich die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien das Land untereinander auf.

dpa nch rek xx n1 cco