FAA erteilt der Boeing 737-7 die Musterzulassung
Nach Erteilung der Musterzulassung für die Boeing 737-7 kann Erstkundin Southwest Airlines bald das erste Flugzeug in Empfang nehmen.
Nach fast einem Jahrzehnt umfassender Prüfungen hat die US-amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) eine ergänzende Musterzulassung für die Boeing 737 MAX 7 erteilt. Zuvor führte Boeing mehr als 1.000 Stunden Flug- und Bodentests durch. Die FAA hat außerdem die Boeing-Produktionszulassung Nr. 700 (PC 700) aktualisiert, die das Modell 737-7 jetzt einbezieht.
Der Erstflug der kleinsten MAX-Version fand bereits im März 2018 statt!
„Diese wichtige Zertifizierung bestätigt die Sorgfalt bei der Konstruktion unseres Flugzeugs und würdigt die Entschlossenheit und Belastbarkeit unseres 737-MAX-Entwicklungsteams“, sagte Stephanie Pope, Präsidentin und CEO von Boeing Commercial Airplanes anlässlich der Bekanntgabe.
FAA-Zulassung nach gründlicher Untersuchung
Wie die FAA in einem Statement mitteilt, sei die Genehmigung das Ergebnis „jahrelanger, beharrlicher Arbeit zur Lösung komplexer technischer Probleme und zur Durchführung einer gründlichen Überprüfung der Konstruktion des Flugzeugs sowie der dazugehörigen Sicherheitsanalysen.“
Während des gesamten Prozesses untersuchte die FAA unter anderem die Flugsteuerung, führte System-Sicherheitsbewertungen durch, und analysierte menschliche Faktoren. Zudem Warnmeldungen für die Flugbesatzung sowie andere neuartige, komplexe oder sicherheitskritische Bereiche. Sie forderte zudem Boeing auf, wo erforderlich, Tests, Konstruktionsänderungen und zusätzliche Analysen durchzuführen.
FAA verlangte Verbesserungen
Vor Erteilung der Zulassung verlangte die FAA, dass bei der MAX-7 wesentliche Verbesserungen vorgenommen werden, die den Anforderungen des „Aircraft Certification, Safety, and Accountability Act“ sowie den Empfehlungen der NTSB entsprechen. Darunter Aktualisierungen der Flugsteuerungssoftware, das Warnsystem für die Flugbesatzung und ein neu konzipiertes Triebwerks-Enteisungssystem. Diese von der FAA geforderten Änderungen liefern den Piloten klarere Informationen und Warnungen und verhindern eine Überhitzung des Triebwerkseinlasses, die die umgebende Struktur potenziell schwächen könnte.
Sicherheitsinspektoren der FAA werden weiterhin vor Ort in den Boeing-Produktionsstätten im ganzen Land präsent sein, um den Fertigungsprozess genau zu überwachen, einschließlich der Beobachtung und Bewertung des Sicherheitsmanagementsystems (SMS) und der Sicherheitskultur von Boeing.
Boeing und Southwest Airlines, die Erstkundin der 737-7, bereiten sich jetzt auf die Auslieferung des ersten Flugzeugs vor. Dazu gehört zunächst die Umsetzung von Anpassungen an der endgültigen Konfiguration des Flugzeugs.

