Anko van der Werff führte SAS als deren Chief Executive Officer (CEO) in den vergangenen sieben Jahren aus der Krise. Anfang 2027 wechselt er von der skandinavischen Fluglinie in gleicher Position zu Air Canada.

Der Präsident und CEO von Scandinavian Airlines System (SAS) Anko van der Werff, plant die skandinavische Airline Anfang 2027 zu verlassen und die  Position des Chief Executive Officer bei Air Canada zu übernehmen.

Van der Werff wird bis zu seinem Ausscheiden in seiner derzeitigen Funktion verbleiben und laut SAS, „so für Stabilität und Kontinuität sorgen, während SAS weiterhin seine strategischen Prioritäten umsetzt und einen zuverlässigen Betrieb sowie ein hochwertiges Erlebnis für Kunden, Mitarbeiter und Stakeholder gewährleistet.“

Erst vor wenigen Tagen gab die Airline bekannt, dass sie bis zu 40 Langstreckenjets des Musters A330 in verschiedenen Versionen beschaffen wird. Darunter 18 fabrikneue A330-900.

In der seit 2021 laufenden Amtszeit von Anko van der Werff hat sich das Unternehmen nicht nur finanziell gesundet, sondern avancierte auch zu einer der pünktlichsten Fluggesellschaften der Welt.

Air Canada, Anko van der Werff
Anko van der Werff wird neuer CEO von Air Canada. Erste Fotos vor einem Flugzeug eines neuen Arbeitgebers wurden bereits von Air Canada veröffentlicht. Bild: Air Canada

Als unternehmerische Glanzleistung zählt die finanzielle Sanierung der Airline im Rahmen eines US-amerikanischen Chapter-11-Insolvenzverfahrens. SAS war die erste europäische Fluggesellschaft, die im Rahmen von Chapter 11 wieder auf die Beine gekommen ist, seit die COVID-19-Krise im Jahr 2020 die Luftfahrtbranche erstmals erschütterte.

Am 28. August 2024 verließ SAS offiziell das Chapter-11-Verfahren mit einer modernisierten Flugzeugflotte und einer Finanzspritze in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar von den neuen Investoren Castlelake, L.P., Air France-KLM, Lind Invest ApS und dem Königreich Dänemark.

Im Rahmen der Beteiligung von Air France-KLM trat SAS im September 2024 deren Skyteam-Allianz bei und verließ gleichzeitig die Star Alliance, deren Gründungsmitglied sie im Jahr 1997 war.