Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Logistik-Milliardär war größter Einzelaktionär der Lufthansa.

Der Hamburger Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot. Wie mehrere deutsche Medien unter Berufung auf sein Umfeld berichten, starb der Milliardär in der Nacht zu Montag im Alter von 89 Jahren. Eine offizielle Erklärung seiner Kühne Holding steht bislang aus.

Klaus-Michael Kühne und sein Einfluss auf die Lufthansa

Kühne zählte zu den einflussreichsten Wirtschaftsfiguren Deutschland und war zuletzt auch für die deutsche Luftfahrt eine zentrale Figur. Über seine Kühne Holding baute er in den vergangenen Jahren sukzessive seinen Anteil an der Deutschen Lufthansa AG aus und avancierte damit zum größten Einzelaktionär des Konzerns. Sein Engagement galt in der Branche als strategisches Signal: Kühne wollte die Lufthansa als europäischen Marktführer stärken und setzte sich wiederholt öffentlich für eine stabile, unabhängige Ausrichtung des Konzerns ein.

Neben der Lufthansa-Beteiligung war Kühne über seine Holding an einer Reihe weiterer prominenter Unternehmen beteiligt, darunter der von seinem Großvater August Kühne mitgegründete Logistikkonzern Kühne + Nagel sowie die Reederei Hapag-Lloyd. Damit verband er als einer der wenigen deutschen Großinvestoren See-, Land- und Luftverkehr unter einem Dach.

Ein Leben zwischen Logistik und Luftfahrt

Geboren 1937 in Hamburg, übernahm Kühne früh Verantwortung im Familienunternehmen und baute es zu einem der weltweit größten Logistikkonzerne aus. Sein Interesse an der Luftfahrt ging dabei über die reine Investorenrolle hinaus: Kühne verstand Luftfracht und Passagierverkehr stets als integralen Bestandteil global vernetzter Lieferketten.

Wie es bei der Lufthansa weitergeht

Mit Kühnes Tod stellt sich für die Lufthansa die Frage nach der Zukunft seines Aktienpakets. Die Kühne-Stiftung, die künftig eine zentrale Rolle im Firmengeflecht einnehmen soll, dürfte auch über das Engagement bei der Fluggesellschaft entscheiden.