Airbus steigert im Februar die Auslieferungen deutlich. Doch ob das Ziel von 870 Flugzeugen 2026 erreicht wird, hängt stark von Zulieferern wie Pratt & Whitney ab.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat seine Auslieferungen im Februar deutlich gesteigert. Nach einem vergleichsweise schwachen Jahresauftakt erhöhte der Konzern die Zahl der übergebenen Verkehrsflugzeuge im zweiten Monat des Jahres spürbar. Dennoch bleibt offen, ob das ehrgeizige Jahresziel tatsächlich erreichbar ist. Vor allem Probleme in der Lieferkette könnten den Produktionshochlauf weiterhin bremsen.

Airbus: Auslieferungen steigen im Februar deutlich

Im Februar lieferte Airbus insgesamt 35 Verkehrsflugzeuge an 21 Kunden aus. Damit hat der Hersteller seine monatliche Auslieferungszahl gegenüber Januar nahezu verdoppelt. Zum Jahresbeginn waren lediglich 19 Maschinen an Airlines übergeben worden.

Insgesamt summieren sich die Auslieferungen 2026 nach den ersten beiden Monaten des Jahres damit auf 54 Flugzeuge für 27 Kunden weltweit. Der Februar zeigt damit eine erste Dynamik beim Produktions- und Auslieferungsrhythmus.

Für den Konzern ist das Tempo entscheidend: Airbus hat sich für 2026 das ambitionierte Ziel gesetzt, 870 Verkehrsflugzeuge an Kunden auszuliefern – ein möglicher Rekord in der Unternehmensgeschichte. Um dieses Ziel rechnerisch zu erreichen, müsste Airbus im Durchschnitt rund 72,5 Flugzeuge pro Monat übergeben.

Traditionell steigen die Auslieferungszahlen jedoch im Laufe des Jahres deutlich an. Besonders im vierten Quartal bündeln Hersteller häufig einen großen Teil der Übergaben.

Auslieferungen abhängig von Zulieferern

Trotz der steigenden Produktionszahlen bleibt ein entscheidender Unsicherheitsfaktor bestehen: die Stabilität der Lieferketten. In den vergangenen Jahren hatte Airbus wiederholt mit Verzögerungen bei wichtigen Komponenten zu kämpfen.

Ein besonders kritischer Punkt sind Triebwerke. Airbus-Chef Guillaume Faury verwies zuletzt auf Probleme beim US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Die Produktionskapazitäten des Zulieferers begrenzen derzeit die Möglichkeit, die Flugzeugfertigung schneller hochzufahren.

Gerade Programme wie die A320neo-Familie hängen stark von einer zuverlässigen Triebwerksversorgung ab. Verzögerungen bei einzelnen Komponenten können deshalb direkte Auswirkungen auf die Endmontage und schließlich auf die Auslieferungszahlen haben.

Nachfrage bei Airbus bleibt extrem hoch

Während die Produktion noch immer mit Engpässen kämpft, zeigt sich die Nachfrage nach neuen Verkehrsflugzeugen weiterhin robust. Zum Jahreswechsel verfügte Airbus über einen Auftragsbestand von 8754 Flugzeugen. Rechnerisch entspricht das einer Produktionsauslastung von etwa zehn Jahren.

Auch im Februar setzte sich diese Entwicklung fort. Airbus verbuchte 28 neue Bestellungen, während es keine Stornierungen gab. Die starke Nachfrage wird vor allem von Airlines getrieben, die ihre Flotten modernisieren und den Treibstoffverbrauch senken wollen.

Der Wettbewerb mit dem US-Konzern Boeing bleibt dabei ein zentraler Faktor im globalen Markt für Verkehrsflugzeuge. Boeing will seine Auslieferungs- und Bestellzahlen für Februar ebenfalls veröffentlichen.