MH370-Suche im Indischen Ozean erneut ohne Ergebnis
Die jüngste MH370-Suche von Ocean Infinity im Indischen Ozean endet ohne Fund. Mehr als 140.000 Quadratkilometer Meeresboden wurden kartiert – doch das Rätsel bleibt ungelöst.
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Verschwinden von Flug MH370 bleibt eines der größten Rätsel der Luftfahrt ungelöst. Ende Januar 2026 hat das US-amerikanische Meeresrobotik-Unternehmen Ocean Infinity eine weitere Phase der Suche im südlichen Indischen Ozean abgeschlossen – erneut ohne den erhofften Fund.
Am 23. Januar verließ das Suchschiff der Firma das Untersuchungsgebiet. Damit endet vorerst die jüngste Expedition, bei der modernste autonome Unterwassertechnologie eingesetzt wurde, um mögliche Trümmerfelder der verschollenen Boeing 777 aufzuspüren.
Umfangreiche MH370-Suche mit modernster Technik
Seit dem Einstieg in die Suche im Jahr 2018 hat Ocean Infinity nach eigenen Angaben insgesamt 151 Tage auf See verbracht. In dieser Zeit kartierten die eingesetzten autonomen Unterwasserfahrzeuge mehr als 140.000 Quadratkilometer Meeresboden – ein Gebiet, das etwa der Größe Griechenlands entspricht.
Die Operation gilt als eine der technologisch anspruchsvollsten maritimen Suchaktionen der vergangenen Jahre. Mehrere robotische Unterwasserfahrzeuge operierten parallel und scannten den Meeresboden mit hochauflösenden Sonarsystemen. Die Daten wurden anschließend automatisiert ausgewertet, um mögliche Objekte von Interesse zu identifizieren. Trotz dieser Fortschritte blieb der entscheidende Fund aus.
MH370-Suche bleibt eine technische und geografische Herausforderung
Ocean-Infinty-Chef Oliver Plunkett sprach nach Abschluss der Mission von einer Aufgabe, deren Dimension kaum zu erfassen sei. Die Kombination aus enormer Entfernung, großen Wassertiefen und komplexer Topografie des Meeresbodens mache die Suche nach dem Wrack extrem schwierig.
Gleichzeitig betonte er, dass die jüngste Expedition deutlich effizienter ablief als frühere Versuche. Fortschritte in der Robotik, Automatisierung und Datenanalyse hätten es ermöglicht, die Untersuchungen präziser und schneller durchzuführen als noch bei der ersten Mission im Jahr 2018. Dennoch blieb das zentrale Ziel unerreicht: Das Wrack von Malaysia-Airlines-Flug MH370 wurde nicht gefunden.
Erkenntnisse aus der MH370-Suche
Auch ohne Fund liefert die Mission wichtige Erkenntnisse. Laut Ocean Infinity lässt sich nun mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass sich das Flugzeug in den untersuchten Bereichen befindet. Diese Information könnte für künftige Analysen von Flugpfadmodellen oder Driftberechnungen entscheidend sein.
Die systematische Kartierung des Meeresbodens trägt außerdem dazu bei, mögliche neue Suchgebiete präziser einzugrenzen. Wissenschaftler und Unfallermittler analysieren weiterhin Satellitendaten, Strömungsmodelle und Wrackteile, die in den vergangenen Jahren an Küsten des Indischen Ozeans angespült wurden.
Zukunft der MH370-Suche noch offen
Trotz des vorläufigen Endes der aktuellen Expedition sieht Ocean Infinity seine Arbeit nicht als abgeschlossen an. Das Unternehmen stehe weiterhin in Kontakt mit der malaysischen Regierung, um mögliche weitere Suchoperationen vorzubereiten.
Ob und wann eine neue Mission starten könnte, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab – darunter politische Entscheidungen, Finanzierung und neue wissenschaftliche Hinweise auf ein mögliches Absturzgebiet.