Chicago, 27. April 2016

Absatzprobleme beim Jumbo-Jet und das neue Tankflugzeug für die Luftwaffe der USA haben dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing zum Jahresstart zu schaffen gemacht.

Unter dem Strich stand im ersten Quartal mit 1,2 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd Euro) neun Prozent weniger Gewinn als ein Jahr zuvor, wie Boeing heute in Chicago mitteilte. Damit schnitt der Airbus-Rivale schwächer ab als von Analysten erwartet. An seinen Zielen für 2016 hielt Boeing-Chef Dennis Muilenburg fest.

Dabei konnte Boeing den Umsatz zu Jahresbeginn überraschend steigern. Die Erlöse kletterten im ersten Quartal um zwei Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar. Zuwächse der Rüstungs- und Raumfahrtsparte fingen einen Rückgang im Geschäft mit Verkehrsflugzeugen auf. Dass Boeing die Produktion des kaum noch gefragten Jumbo-Jets 747-8 zurückfährt, drückte jedoch aufs Ergebnis. Hinzu kam eine weitere Sonderbelastung bei der Entwicklung des neuen Tankflugzeugs für das US-Militär. Schon 2015 hatten Verzögerungen bei dem Flieger Boeing das Ergebnis vermiest.