Seit Monaten steht in Vietnam wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante das Leben still.

Wegen sinkender Corona-Zahlen durften jetzt erstmals wieder Inlandsflüge den Betrieb aufnehmen – fast drei Monate, nachdem der Flugverkehr in dem Land am Mekong komplett lahmgelegt worden war. Der Vietnam-Airlines-Flug VN213 sei am Sonntag von der Hauptstadt Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt (früher: Saigon) geflogen, viele weitere Verbindungen würden folgen, berichtete die staatliche Zeitung «VnExpress».

Jedoch dürfen nur vollständig Geimpfte, Genesene oder Passagiere mit negativem Corona-Test die Maschinen besteigen. Zudem gelten weiter strenge Regeln: Wer im Land reist, muss sich sieben Tage lang in häusliche Quarantäne begeben und während dieser Zeit Gesundheitstests unterziehen.

Wann internationale Touristen das Urlaubsland wieder besuchen können, ist noch unklar. Jedoch gibt es Pläne, wonach die größte Insel Phú Quốc im Golf von Thailand ab November in einem Pilotprojekt wieder ausländische Gäste empfangen könnte. Ab Dezember könnten weitere Destinationen folgen, so die Halong-Bucht und die Küstenstadt Hội An, einst der größte Hafen Südostasiens direkt an der Seidenstraße.

Vietnam war lange wegen strikter Regeln sehr glimpflich durch die Krise gekommen. Seit dem Start der jüngsten Welle wurden aber fast 850 000 Infektionen und mehr als 20 400 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 verbucht. Gleichzeitig fehlen Impfstoffe: Bisher sind nur etwa 15 Millionen der 98 Millionen Vietnamesen vollständig geimpft. Dies ist eine der niedrigsten Impfquoten in Asien.

dpa