Ein Pilot (65) und sein Passagier (66) haben in den USA den Sturz ihres Kleinflugzeuges in eine Hochspannungsleitung überlebt.

Stundenlang mussten die beiden Männer um ihre Rettung bangen, während das Flugzeug in rund 30 Metern Höhe in einem Strommast festhing. Die Maschine hatte sich dort aus bisher ungeklärter Ursache am Sonntagabend (Ortszeit) verfangen, wie örtliche Behörden mitteilten. Der Vorfall ereignete sich gut 35 Kilometer nördlich der US-Hauptstadt Washington im Bundesstaat Maryland.

Erst nach Mitternacht seien die Männer mit schweren Verletzungen aus dem Flieger befreit und ins Krankenhaus gebracht worden. Lebensbedrohlich seien ihre Verletzungen nicht, berichteten US-Medien. Hunderte Schaulustige hatten sich den Berichten zufolge versammelt, um die Rettungsaktion zu beobachten. Die Feuerwehr habe währenddessen Kontakt zu den Insassen gehalten. Die beiden Männer wurden mit einer Hebebühne aus dem Flieger geholt, nachdem zuvor umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden waren.

Zeitweise seien rund 100 000 Haushalte ohne Strom gewesen, hieß es. In zahlreichen Schulen im Umkreis fiel am Montag der Unterricht aus. Bei dem Flugzeug handelte es sich nach Angaben der Feuerwehr um eine einmotorige Maschine des US-Flugzeugherstellers Mooney. Ob das neblige Wetter bei dem Notfall eine Rolle spielte, war zunächst unklar.

dpa