Gewerkschaften haben für Donnerstag in Griechenland einen 24-Stunden-Streik ausgerufen, um gegen eine geplante Reform des Arbeitsgesetzes zu demonstrieren. Viele Fähren blieben in den Häfen vertäut, der öffentliche Nahverkehr in den Großstädten Athen und Thessaloniki kam weitgehend zum Erliegen. Internationale Flüge hingegen waren nicht betroffen – entgegen der Erwartungen verzichteten die Fluglotsen diesmal auf einen Ausstand.

Zu den Streiks hatten sowohl Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes als auch des Privatsektors aufgerufen. Meist streikt in Griechenland dann jedoch nur der öffentliche Dienst, weil die Beschäftigten nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen. Banken, Supermärkte und andere Geschäfte hingegen haben normal geöffnet. Für die Mittagszeit waren in Athen und vielen anderen Städten Demonstrationen angekündigt.

Die Gewerkschaften protestieren gegen eine geplante Reform des Arbeitsgesetzes, die unter anderem eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten vorsieht. So sollen Beschäftigte bis zu 50 Stunden statt 40 Stunden Arbeit pro Woche verpflichtet werden können; die Überstunden sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt abgefeiert werden.

dpa axa tt xx n1 hgo