Am Tag nach dem Flugzeugabsturz in Pakistan hat Luftverkehrsminister Ghulam Sarwar Khan zusätzliche Entschädigung für die Hinterbliebenen der Opfer angekündigt. Eine Million pakistanische Rupien (umgerechnet rund 5700 Euro) sollen Angehörige neben Versicherungsbeträgen jeweils für Verstorbene erhalten, sagte Khan während einer Pressekonferenz. Die beiden Überlebenden bekämen die Hälfte des Betrags. Auch die Anwohner der Absturzstelle, deren Häuser verwüstet wurden, sollen entschädigt werden.

Zudem kündigte Khan eine rasche Aufklärung der Absturzursache an. «Ich kann Ihnen versichern, dass gegen die für den Unfall Verantwortlichen nach einer freien und fairen Untersuchung vorgegangen wird», so Khan. Pakistans Regierung hatte bereits am Freitagabend eine umfassende Untersuchung des Unglücks versprochen. Eine vierköpfige Delegation unter Aufsicht der Luftwaffe wird demnach den Unfallhergang rekonstruieren und erste Ergebnisse innerhalb eines Monats präsentieren.

Aufräumarbeiten und Identifizierung der Todesopfer gestalteten sich zunächst schwierig. Laut Gesundheitsministerium der Provinz Sindh wurden bisher 19 Passagiere identifiziert, weitere 45 DNA-Proben von Angehörigen entnommen. Acht Anwohner wurden ingesamt verletzt.

Bei dem Absturz des Airbus A320 der staatlichen Airline PIA in der Metropole Karatschi starben 97 der 99 Insassen. Das Flugzeug befand sich kurz vor dem Landeanflug. Zuvor hatten die Piloten laut der Airline technische Probleme und einen möglichen Triebwerksschaden berichtet. Die genaue Ursache des Problems ist noch nicht bekannt.

dpa arb qzr xxes n1 sm