Wie schlägt sich der vom Staat gerettete Lufthansa-Konzern in der fortdauernden Corona-Pandemie?

Antworten auf diese Frage erwarten Anleger an diesem Donnerstag (7.00 Uhr) vom Management des MDax-Konzerns, der in Frankfurt über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2021 berichtet. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem weiteren Abfluss von Barmitteln sowie dem Umfang der noch vorhandenen Reserven.

Der Konzern muss nach den Worten des Vorstandschefs Carsten Spohr in der Krise beweglicher, digitaler und nachhaltiger werden. Auf diesem Weg seien Einsparungen beim Personal und in der Flotte unumgänglich. Das Geschäftsjahr 2020 hat Lufthansa mit einem Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro beendet, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden im Vorkrisenjahr 2019. Der Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ein.

Der schleppende Impfstart in Europa und weiterhin bestehende Reisehemmnisse haben den Flugverkehr in den ersten drei Monaten dieses Jahres weiter gelähmt. Trotz einer leichten Belebung vor Ostern lagen die Verkehrszahlen nach Angaben der Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol weiterhin nur bei einem guten Drittel der Werte von 2019. Lufthansa hat für das Gesamtjahr angekündigt, zwischen 40 und 50 Prozent der einstigen Kapazität anbieten zu wollen.

Der Geldabfluss im laufenden Geschäft hatte zum Jahresende rund 300 Millionen Euro pro Monat betragen. Dieses Niveau hatte der Vorstand auch für das erste Quartal angepeilt. Die liquiden Mittel zum Jahreswechsel waren auf 10,6 Milliarden Euro beziffert worden. Der Konzern hat von Deutschland, Schweiz, Österreich und Belgien im vergangenen Jahr 9 Milliarden Euro Staatshilfe erhalten. Ein darin enthaltener Kredit der KfW-Bank in Höhe von einer Milliarde Euro wurde bereits zurückgezahlt.

dpa