Luftfahrt nach 9/11: Vom Flugverbot zu neuen Sicherheitsregeln
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 kam der zivile Luftverkehr in den USA praktisch zum Erliegen. Doch bereits einen Tag später begann die vorsichtige Rückkehr zum Flugbetrieb. Gleichzeitig entstanden in den folgenden Jahren zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, die die Luftfahrt bis heute prägen.
Eine kleine Chronik der Ereignisse, die 9/11 nach sich zog.
11. September 2001: Nichts fliegt mehr
Erstmals seit 1938 ist der US-Luftraum frei von zivilem Verkehr. Nach den Terroranschlägen wird der komplette Luftraum gesperrt. Tausende Passagiere stranden, Flugzeuge müssen außerplanmäßig landen.
12. September 2001: Erste Teilöffnung
Einen Tag nach den Anschlägen dürfen umgeleitete Flüge unter Auflagen zu ihren eigentlichen Zielen weiterfliegen. Von Normalität ist der Luftverkehr allerdings noch weit entfernt.
13. September 2001: Die Luftfahrt nach 9/11 läuft wieder an
Schrittweise wird der Inlandsverkehr in den USA wieder aufgenommen. Gestrandete Passagiere können ihre Reisen fortsetzen.
8. November 2001: Internationaler Luftverkehr kehrt zurück
Auch der internationale Luftverkehr wird langsam wieder erlaubt. Damit normalisiert sich der Flugbetrieb nach den Anschlägen schrittweise weiter.
19. November 2001: Neue Gesetze für die Sicherheit
Mit einem neuen Gesetz wird die Sicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) gegründet. Passagier- und Gepäckkontrollen werden verstaatlicht. Gleichzeitig entsteht die Grundlage für den Mitflug von Federal Air Marshals und verstärkte Cockpittüren. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sollten die Luftfahrt nach 9/11 nachhaltig prägen.
15. Januar 2002: Neue Standards für Cockpit-Türen
Die FAA veröffentlicht Standards für gesicherte Cockpit-Türen. Bis April 2003 müssen die neuen Vorgaben erfüllt werden.
1. März 2003: TSA wird Teil eines neuen Ministeriums
Die Transportation Security Administration wird Teil des neu geschaffenen Department of Homeland Security.
April 2003: Bewaffnete Piloten an Bord
Mit dem Federal Flight Deck Officer Program wird es US-Piloten erlaubt, an Bord Waffen zu tragen.
10. August 2006: Neue Regeln für Flüssigkeiten
Britische Behörden decken einen Anschlagsplan auf, bei dem Flüssigsprengstoffe als Körperpflegeprodukte getarnt an Bord geschmuggelt werden sollten. In der Folge entstehen die Regeln für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck.
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