Airbus: Auslieferungen im August deutlich unter Vorjahresniveau
Airbus liefert im August 2026 nur 57 Jets aus. Ein Produktionsproblem bei der A330neo bremst den Konzern. Neue Großaufträge aus China gleichen die Delle aus.
Airbus kommt bei den Auslieferungen ins Stocken. Im August 2026 übergab der europäische Flugzeughersteller nur 57 Maschinen an seine Kunden. Ein spürbarer Rückgang, der sich vor allem auf ein Produktionsproblem in der A330neo-Fertigung zurückführen lässt. Der Konzern hat die Ursache mittlerweile identifiziert und die Auslieferungen auch in diesem Programm wieder aufgenommen.
Nach acht Monaten des laufenden Jahres steht Airbus damit bei 475 von 870 für 2026 geplanten Übergaben. Um das selbstgesteckte Jahresziel noch zu erreichen, muss der Hersteller in den verbleibenden Monaten deutlich zulegen.
China treibt Airbus-Auftragsbuch trotz schwacher Auslieferungen
Während die Übergabezahlen schwächeln, läuft das Neugeschäft weiter rund. Im August verbuchte Airbus 67 neue Bestellungen, den Löwenanteil davon aus China. Shenzhen Airlines orderte 40 Maschinen des Typs A321neo, Air China legte mit 15 Bestellungen für die A350-900 nach. Damit bleibt der chinesische Markt für Airbus einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Jahres.
Hinzu kommt ein bislang nicht genannter Kunde, der acht Exemplare des neuen Frachtflugzeugs A350F bestellt hat. Der Erstflug des Cargo-Modells könnte laut Airbus noch im laufenden Monat stattfinden.
Airbus-Auslieferungen 2026: Bilanz seit Jahresbeginn
Trotz der Delle im August fällt die Jahresbilanz für Airbus insgesamt solide aus. Seit Januar zählt der Hersteller 1.157 Neubestellungen, denen lediglich 66 Stornierungen gegenüberstehen. Das Auftragsbuch wächst damit weiter, auch wenn die Produktion derzeit nicht im gleichen Tempo mithält.
Ob Airbus die Lücke bei den Auslieferungen bis Jahresende schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie stabil die A330neo-Linie künftig läuft.