Die deutschen Flughäfen mussten im April einen historischen Tiefstand der Passagierzahlen hinnehmen.

Nur noch 294 402 Passagiere wurden gezählt, 98,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Branchenverband ADV am Donnerstag in Berlin mitteilte. Im April 2019 hatte es noch rund 21 Millionen Fluggäste gegeben.

Die Corona-Krise hatte die Passagierzahl im März schon um knapp zwei Drittel einbrechen lassen. Für die April-Passagierzahl aller 22 Standorte hätte rechnerisch ein einziger Airport von der Größe des Flughafens Nürnberg ausgereicht. Der Verband betonte jedoch: «Im besten Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge sind alle Flughäfen in Betrieb.»

Im April flogen fast nur noch Passagiermaschinen, die im Auftrag der Bundesregierung Urlauber aus dem Ausland zurückholten, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) erklärte. Es gab knapp 21 000 Flüge, ein Minus von 88 Prozent.

«Weltweit stehen die Passagierflotten am Boden», sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. «Die noch vorhandenen Flugbewegungen sind zum überwiegenden Teil auf Frachtflüge zurückzuführen.» Ein Großteil habe medizinische Hilfsgüter geladen.

dpa