Ein Reisebüro muss bei der Buchung eines Fluges über die erforderlichen Einreisebestimmungen aufklären – auch für die Transitländer auf der Route. Scheitert die Flugreise des Kunden, weil ihm aus Unwissenheit nötige Visa oder Einreisegenehmigungen fehlen, muss der Reisevermittler Schadenersatz zahlen. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Duisburg (Az.: 73 C 3013(17)).

Das Gericht argumentierte, die Vermittlung eines Fluges könne nur erfolgreich sein, wenn dieser auch durchgeführt werden könne. Das Reisebüro müsse daher aktiv über Einreisebestimmungen für Transitländer informieren.

Über das Urteil vom 22. Juli 2019 – also vor der Corona-Pandemie – berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift «ReiseRecht aktuell» (Ausgabe 3/2020).

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