Die Partnerländer des Kampfflugzeugs Eurofighter, darunter Deutschland, haben um einen Auftrag der Schweizer Armee geworben. Der deutsche Botschafter Michael Flügger stellte der Schweiz zusammen mit Diplomaten der Partnerländer Großbritannien, Italien und Spanien am Donnerstag in Bern eine umfangreiche Kooperation in Aussicht. Es gehe nicht nur um ein militärisches, sondern auch ein industrielles und politisches Kooperationsmodell. Die Partnerländer wollten unter anderem eine Endmontage in der Schweiz aufbauen, von der die heimische Industrie profitieren könne.

Bei der Schweizer Armee waren bis zum Ablauf der offiziellen Bewerberfrist am Mittwochabend vier Angebote für die Erneuerung der Kampfjetflotte eingegangen. Neben Airbus mit dem Eurofighter bewerben sich um den Auftrag auch die französische Firma Dassault mit ihrem Modell Rafale sowie die US-Hersteller Boeing mit dem F/A-18 Super Hornet und Lockheed Martin mit dem F-35. Die Schweiz will für maximal sechs Milliarden Franken (5,6 Mrd Euro) 30 bis 40 Kampfjets kaufen, um ihre alte Flotte von F/A-18-Kampfjets bis 2030 zu ersetzen. Die Entscheidung soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 fallen.

«Eine Entscheidung der Schweiz für den Eurofighter würde (…) erhebliche Synergien realisieren und neue Horizonte für die Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung eröffnen», sagte Botschafter Flügger.

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