Bombendrohungen: Bulgarien verschärft Sicherheit an Flughäfen

Sofia (dpa) - Das Touristenland Bulgarien hat nach Bombendrohungen die Sicherheit an vier Flughäfen verschärft. Neben der Hauptstadt Sofia und Plowdiw sind die Flughäfen der Schwarzmeerstädte Warna und Burgas betroffen, wo im Hochsommer bis zu 30 000 Urlauber pro Tag abgefertigt werden. Wie die bulgarische Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden die bei den Flughäfen am Vortag eingegangenen E-Mails von Servern in der Schweiz und auf den Seychellen anonym verschickt.

Auch das bulgarische Staatsfernsehen BNT und die Redaktion der Tageszeitung «24 Tschassa» in Sofia erhielten ähnliche Drohungen per E-Mail. Auf den Flughäfen und in den Medienbetrieben konnte die Polizei allerdings keine Sprengsätze entdecken. Dennoch wurden israelische Touristen am Flughafen Warna am Donnerstag mit erhöhter Wachsamkeit behandelt, berichtete der private Fernsehsender bTV.

Der unbekannte Absender der E-Mails benutzte nach Erkenntnissen der bulgarischen Polizei Google Übersetzer. Die Bombendrohungen hatten danach das Ziel, Arbeitsabläufe zu stören. Ähnliche E-Mails seien auch an Flughäfen und Medien in anderen EU-Staaten geschickt worden. Nähere Angaben dazu machte die bulgarische Polizei nicht.

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