Schneefall am Flughafen Frankfurt sorgt für massive Verspätungen und Ausnahmen vom Nachtflugverbot
Starker Schneefall hat am gestrigen Montag den Flughafen Frankfurt lahmgelegt: Zahlreiche Verspätungen, Enteisungen und Ausnahmen vom Nachtflugverbot prägten den Flugbetrieb.
Heftiger Schneefall hat am Montagabend den Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt erheblich beeinträchtigt. Deutschlands größter Airport kämpfte mit massiven Verzögerungen, zahlreichen Enteisungsvorgängen und mehreren genehmigten Ausnahmen vom geltenden Nachtflugverbot. Insgesamt kam es zu 23 verspäteten Starts und Landungen nach 23:00 Uhr – ein ungewöhnlicher Vorgang, der die Auswirkungen extremer Wetterlagen auf den Luftverkehr deutlich macht.
Der Wintereinbruch traf den Flughafen in den Abendstunden und führte dazu, dass sich Abläufe auf dem Vorfeld und an den Start- und Landebahnen deutlich verlangsamten. Besonders die notwendige Enteisung der Flugzeuge erwies sich als zeitintensiv und sorgte für einen Rückstau im Abflugverkehr.
Schneefall am Flughafen Frankfurt zwingt zu Ausnahmen vom Nachtflugverbot
Am Flughafen Frankfurt gelten strenge Nachtflugbeschränkungen zwischen 23:00 Uhr und 5:00 Uhr. Diese Regelung dient dem Lärmschutz der Anwohner und erlaubt nur in Ausnahmefällen Starts und Landungen außerhalb der regulären Betriebszeiten. Am Montagabend machten die Wetterbedingungen jedoch zahlreiche Sondergenehmigungen erforderlich.
Nach Angaben des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums wurden 22 Starts nach Beginn des Nachtflugverbots genehmigt. Der letzte Abflug hob erst um 23:49 Uhr in Richtung Oslo ab. Zusätzlich kam es zu einer verspäteten Landung um 23:23 Uhr, nachdem das betroffene Flugzeug zuvor mehrere Warteschleifen geflogen hatte.
Solche Ausnahmen sind vorgesehen, wenn außergewöhnliche Umstände wie extremes Wetter den regulären Ablauf verhindern. Verspätete Landungen sind in diesen Fällen bis Mitternacht zulässig, während verspätete Starts eine gesonderte Genehmigung benötigen.
Enteisung und Ausweichlandungen prägen den Abendbetrieb
Ein zentraler Faktor für die Verzögerungen war der hohe Bedarf an Enteisungen. Bei starkem Schneefall müssen Flugzeuge vor dem Start gründlich von Schnee und Eis befreit werden, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Dieser Prozess ist unverzichtbar, beansprucht jedoch Zeit und bindet Personal sowie Spezialfahrzeuge.
Zusätzlich mussten zwei anfliegende Maschinen ihren Zielflughafen Frankfurt aufgeben und nach Stuttgart ausweichen. Solche Entscheidungen werden getroffen, wenn Landungen aufgrund von Wetter, Verkehrsaufkommen oder Sicherheitsaspekten nicht mehr zuverlässig möglich sind.
Schneefall am Flughafen Frankfurt zeigt Anfälligkeit komplexer Systeme
Der Vorfall verdeutlicht, wie sensibel der internationale Luftverkehr auf extreme Wetterereignisse reagiert. Der Flughafen Frankfurt fungiert als eines der wichtigsten Drehkreuze Europas. Bereits kleinere Störungen können hier Kettenreaktionen auslösen, die sich auf den gesamten Flugplan auswirken.
Trotz moderner Infrastruktur, ausgefeilter Winterdienste und klar geregelter Ausnahmeverfahren lassen sich Verspätungen bei starkem Schneefall nicht vollständig vermeiden. Für Passagiere bedeutet dies längere Wartezeiten, mögliche Umleitungen und veränderte Reisepläne.
Lesen Sie auch100 Jahre American Airlines: Jubiläum mit Überraschungen