Lufthansa baut Japan-Netz aus: Nagoya-Comeback und tägliche Narita-Flüge
Die Lufthansa Group reagiert auf die steigende Nachfrage im Japan-Verkehr. Zum Sommerflugplan 2027 kehrt Lufthansa nach Nagoya zurück und nimmt Tokio-Narita täglich in den Flugplan auf.
Mit dem Ausbau setzt die Lufthansa Group zwei Schwerpunkte. Zum einen wird mit Nagoya eine Destination reaktiviert, die zuletzt nicht mehr im Lufthansa-Netz vertreten war. Zum anderen erhält die Metropolregion Tokio zusätzliche Kapazität über den Flughafen Narita. Die neuen Verbindungen sind bereits buchbar.
Frankfurt–Nagoya: Lufthansa fliegt wieder in Japans Industriezentrum
Ab dem 29. März 2027 verbindet Lufthansa Frankfurt saisonal mit Nagoya. Geflogen wird dreimal pro Woche, jeweils montags, mittwochs und samstags. Flug LH736 startet um 14:10 Uhr am Main und erreicht Nagoya am Folgetag um 09:35 Uhr Ortszeit. Auf dem Rückweg hebt LH737 um 11:30 Uhr ab und landet um 18:30 Uhr in Frankfurt.
Die Strecke zielt vor allem auf Geschäftsreisende. Die Präfektur Aichi rund um Nagoya gilt als Herz der japanischen Automobilindustrie und ist Standort zahlreicher weiterer Produktionsbetriebe. Für Urlauber bietet sich die Stadt als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region an, etwa in die frühere Kaiserstadt Kyoto. In umgekehrter Richtung erhalten Passagiere aus Nagoya über das Frankfurter Drehkreuz Anschluss an Ziele in Europa und Südamerika.
Lufthansa nach Tokio: Narita ergänzt das Haneda-Angebot
Bereits einen Tag früher, am 28. März 2027, nimmt Lufthansa die tägliche Verbindung Frankfurt–Tokio-Narita auf. LH710 verlässt Frankfurt um 13:45 Uhr und landet am nächsten Morgen um 09:30 Uhr Ortszeit in Narita. Der Rückflug LH711 startet um 11:20 Uhr und erreicht Frankfurt um 18:40 Uhr.
Auch diese Strecke ist saisonal angelegt. Sie ergänzt die bestehenden täglichen Flüge ab Frankfurt und München zum innenstadtnäheren Flughafen Haneda. Damit bedient Lufthansa im Sommer 2027 beide internationalen Airports der japanischen Hauptstadt.
Boeing 787-9 mit Allegris auf den neuen Japan-Strecken
Auf beiden Routen setzt Lufthansa die Boeing 787-9 ein, ausgestattet mit der neuen Kabine Allegris. Der Dreamliner bietet 28 Plätze in der Business Class, 28 in der Premium Economy und 231 in der Economy Class. Der Einsatz des neuen Kabinenprodukts auf den Japan-Strecken unterstreicht, welche Bedeutung die Airline dem Markt für zahlungskräftige Geschäftsreisende beimisst.
Nach Angaben von Lufthansa-Vertriebsvorstand Dieter Vranckx soll der Ausbau nicht nur zusätzliche Reiseoptionen schaffen, sondern auch das Langstreckennetz breiter aufstellen. Japan sei für den Konzern ein zentraler Markt.
SWISS legt ebenfalls zu
Neben Lufthansa erhöht auch SWISS ihre Kapazitäten: Ab Zürich fliegt die Schweizer Tochter im Sommer 2027 bis zu siebenmal pro Woche nach Tokio-Narita.
Insgesamt bieten die vier Hub-Airlines der Gruppe dann bis zu 50 Flüge pro Woche zu vier japanischen Zielen an: Tokio-Haneda, Tokio-Narita, Osaka und Nagoya. Gemessen an der Zahl der wöchentlichen Verbindungen sieht sich die Lufthansa Group damit an der Spitze der europäischen Airline-Gruppen im Japan-Verkehr. Weitere Umsteigeoptionen ergeben sich über das Joint Venture mit All Nippon Airways (ANA).
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