Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines sorge am Wochenende am Flughafen München für einen Zwischenfall auf der Startbahn, der in einer Katastrophe hätte enden können.

Am Samstag kam es am Flughafen München zu einem brisanten Zwischenfall: Eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines hob beim Start auf Bahn 26L offenbar erst am äußersten Ende der Piste ab, wie Videos zeigen sogar erst dahinter. Der für Flug VN34 nach Hanoi vorgesehene Jet mit dem Kennzeichen VN-A867 wirbelte dabei eine Staubwolke auf.

Nordbahn nach Landung der Maschine gesperrt

Die Besatzung brach den Steigflug ab und überflog die Nordbahn 26R zweimal, offenbar um mögliche Schäden am Rumpf von außen begutachten zu lassen. Nach dem Ablassen von Treibstoff setzte die Maschine schließlich auf 26R auf. Dabei platzten dem Anschein nach mehrere Reifen. Die Nordbahn musste daraufhin gesperrt werden, während die Südbahn nach kurzer Sperrung bereits am Nachmittag wieder freigegeben wurde.

Flughafenfeuerwehr und BFU im Einsatz

Die Flughafenfeuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen aus. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte im Nachgang Schäden an Reifen und Fahrwerk. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurde eingeschaltet, um die genaue Ursache des Vorfalls zu klären.