Angriff auf Flughafen Riad: Zwölf Tote, Flugbetrieb eingestellt
Beim Angriff auf den Flughafen Riad sterben zwölf Menschen, über 300 werden verletzt. Der Flugbetrieb ruht.
Die Eskalation im Nahen Osten trifft den zivilen Luftverkehr mit voller Wucht: Bei einem Angriff auf ein Passagierterminal des King Khalid International Airport in Riad sind am Samstag zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Betrieb am größten Flughafen der saudischen Hauptstadt wurde vorübergehend eingestellt.
Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde erlitten 309 Menschen Verletzungen, mehrere von ihnen befanden sich am Sonntagmorgen noch in Lebensgefahr. Unter den Todesopfern sind vier Saudis und zwei Staatsangehörige aus Bangladesch. Die übrigen sechs stammen aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten. Es ist die höchste Opferzahl bei einem einzelnen Angriff auf Saudi-Arabien, seit der Iran-Krieg Ende Februar begonnen hat.
Flughafen Riad binnen weniger Tage erneut Ziel
Der Angriff vom Samstag war nicht der erste auf den Flughafen Riad in dieser Woche. Bereits am Donnerstag war das Gelände attackiert worden, dabei starben drei saudische Staatsbürger. Auch der Regionalflughafen Abha im Südwesten des Königreichs geriet in den vergangenen Tagen unter Beschuss. Zu den früheren Angriffen hatte sich die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen bekannt, unter anderem zu Einsätzen ballistischer Raketen. Für die jüngste Attacke lag zunächst kein Bekenntnis vor.
Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis macht dennoch die Huthi verantwortlich. Bündnissprecher Turki al-Maliki bezeichnete den Angriff auf das Terminal als Kriegsverbrechen und kündigte eine entschlossene Antwort an. Die Huthi wiederum werfen Riad vor, den Flughafen der jemenitischen Hafenstadt Hudaida aus der Luft bombardiert zu haben.
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