Der Iran und die Ukraine planen für die kommende Woche Gespräche über den Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine im Januar.

Nach Angaben des iranischen Außenministeriums am Samstag geht es um Schadenersatz wegen der 176 Todesopfer. Von Montag bis Mittwoch werden zunächst Experten die technischen und juristischen Details des Vorfalls untersuchen, sagte Vizeaußenminister Mohsen Baharwand der Nachrichtenagentur Isna. Danach werde er mit seinem ukrainischen Amtskollegen die Ergebnisse der Verhandlungen bekanntgeben.

Die ukrainische Boeing war am 8. Januar irrtümlich kurz nach dem Start in Teheran von der iranischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle 176 Insassen wurden getötet. Die iranische Führung gab den Abschuss erst mit Verzögerung zu. Das Luftfahrtamt sprach Mitte Juli in seinem Abschlussbericht von einem «menschlichen Fehler». Die Opfer kamen aus der Ukraine und dem Iran sowie aus Kanada, Afghanistan, Großbritannien und Schweden.

Die iranische Versicherungsorganisation hatte noch im August Ausgleichszahlungen abgelehnt. Die Maschine sei von ukrainischen und europäischen Unternehmen versichert, daher müssten diese Firmen auch die Zahlungen übernehmen. Das Außenministerium in Teheran erklärte sich jedoch zu Schadenersatz bereit. Nur müssten im Vorfeld die technischen und juristischen Aspekte auf Basis internationaler Vorschriften geklärt werden.

dpa