Lufthansa Technik und Japan Airlines verlängern Komponentenvertrag für die Boeing 787
Japan Airlines setzt bei der Komponentenversorgung ihrer Dreamliner weiter auf Lufthansa Technik. Auf der MRO Asia-Pacific in Singapur haben beide Unternehmen den bestehenden Vertrag verlängert und erweitert.
Der Hamburger Instandhaltungskonzern bleibt für mindestens fünf weitere Jahre für die Komponenten der Boeing-787-Flotte von Japan Airlines (JAL) zuständig. Der verlängerte Vertrag über einen sogenannten Total Component Support (TCS) kann bis 2036 laufen und deckt bis zu 67 Flugzeuge ab. Gegenüber der bisherigen Vereinbarung wurde der Leistungsumfang um zusätzliche Teilenummern erweitert.
Was der Vertrag zwischen Lufthansa Technik und Japan Airlines umfasst
Beim TCS-Modell übernimmt Lufthansa Technik die Instandhaltung einer breiten Palette von Bauteilen, überwacht deren Zuverlässigkeit und organisiert die Logistik. Die Airline muss so keine eigenen Lagerbestände für alle relevanten Komponenten vorhalten, sondern erhält Zugriff auf den weltweiten Ersatzteilpool des Dienstleisters. Für JAL, die eine der größten 787-Flotten weltweit betreibt, ist das ein zentraler Baustein, um Ausfallzeiten gering zu halten und die Verfügbarkeit der Langstreckenflotte zu sichern.
Lufthansa Technik Shenzhen übernimmt GEnx-Anbauteile
Parallel zur Verlängerung unterzeichneten beide Seiten einen neuen Fünfjahresvertrag. Er betrifft die Schubumkehrer und Lufteinlassverkleidungen (Inlet Cowls) der GEnx-1B-Triebwerke, mit denen die JAL-Dreamliner ausgerüstet sind. Die Arbeiten übernimmt exklusiv das Gemeinschaftsunternehmen Lufthansa Technik Shenzhen (LTS), einschließlich Ersatzteilversorgung und Reparaturen. Der Standort in Südchina ist für JAL kein Neuland: LTS betreut bereits seit 2007 Anbauteile aus Verbundwerkstoffen für die japanische Fluggesellschaft.
Die Partnerschaft von Lufthansa Technik und Japan Airlines im Rückblick
Die Geschäftsbeziehung besteht seit knapp zwei Jahrzehnten und ist schrittweise gewachsen. Den ersten TCS-Vertrag für die Boeing 787 schlossen die Partner 2011 ab, kurz bevor JAL ihre ersten Dreamliner in Dienst stellte. 2018 folgte eine vergleichbare Vereinbarung für die Airbus-A350-Flotte, ein Jahr später kam die Instandhaltung der A350-Hilfsturbinen (APU) hinzu. Darüber hinaus wartet Lufthansa Technik einzelne Komponenten der Boeing-Flotte von JAL im Rahmen der Single Component Maintenance.
Damit zählt die Zusammenarbeit zu den breitesten MRO-Beziehungen im asiatisch-pazifischen Raum, einem Markt, in dem sich europäische, amerikanische und zunehmend asiatische Anbieter einen harten Wettbewerb liefern.
Stimmen zur Vertragsverlängerung
Kyohei Takizawa, bei Japan Airlines verantwortlich für die Beschaffung im Bereich Flugzeuge und Technik, verwies auf die Bedeutung stabiler Partnerschaften in einem sich schnell verändernden Umfeld. Lufthansa Technik habe über die Jahre ein stetig wachsendes Leistungsspektrum geliefert.
Dennis Kohr, Senior Vice President Corporate Sales Asia Pacific bei Lufthansa Technik, kündigte an, die Zusammenarbeit auch im kommenden Jahrzehnt fortsetzen zu wollen. Ziel sei es, Verfügbarkeit und Lufttüchtigkeit der JAL-Dreamliner langfristig sicherzustellen.
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