Airbus steigert Auslieferungen im Juni deutlich
Airbus liefert im Juni 89 Flugzeuge aus und liegt zur Jahresmitte 2026 über Vorjahresniveau. Das Jahresziel könnte intern angehoben worden sein.
Airbus hat im Juni 89 Flugzeuge an seine Kunden übergeben und damit gegenüber dem bereits starken Mai noch einmal zugelegt. Zur Jahresmitte 2026 kommt der europäische Flugzeugbauer damit auf 351 ausgelieferte Maschinen, 45 mehr als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Konzernchef Guillaume Faury führt die Entwicklung auf zunehmend stabilere Lieferketten zurück, die dem Unternehmen zuletzt mehr Planungssicherheit verschafft hätten.
Airbus-Auslieferungen: Zielmarke möglicherweise nach oben korrigiert
Im Januar hatte Airbus angesichts unsicherer Triebwerksverfügbarkeiten ein vergleichsweise vorsichtiges Jahresziel von 870 Auslieferungen für 2026 ausgegeben. Die Entwicklung der vergangenen Monate scheint den Konzern nun optimistischer stimmen zu lassen: Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Montag hat Airbus die interne Zielmarke auf 900 Flugzeuge angehoben. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens dazu steht bislang aus, die Zahlen aus dem ersten Halbjahr stützen die Einschätzung jedoch.
Auftragslage stützt Airbus-Wachstum
Auch beim Auftragseingang zeigt sich die Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen ungebrochen. Bis Ende Juni verzeichnete der Hersteller 887 Neuaufträge, denen im gleichen Zeitraum 65 Stornierungen gegenüberstanden, ein Verhältnis, das den Auftragsbestand weiter wachsen lässt. Einen nennenswerten Beitrag dazu lieferte zuletzt die skandinavische Fluggesellschaft SAS, die am 30. Juni einen Großauftrag über 18 Maschinen des Typs A330-900 unterschrieben hat.
Airbus auf Erholungskurs
Die Zahlen zeigen, dass sich Airbus nach Jahren von Lieferengpässen und Zulieferproblemen zunehmend stabilisiert. Ob die ursprüngliche Zielmarke von 870 Auslieferungen tatsächlich auf 900 angehoben wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen – die Entwicklung von Mai und Juni liefert dafür zumindest ein positives Signal. Entscheidend wird sein, ob sich die verbesserte Lieferkettensituation auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt, insbesondere im Hinblick auf die weiterhin angespannte Verfügbarkeit von Triebwerken.
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