Winterwetter bremst Europa: Droht morgen neues Chaos an deutschen Flughäfen?
Europa kämpft mit Schnee, Eis und Wind. Welche deutschen Flughäfen könnten morgen besonders gefährdet sein – inklusive Wetterausblick durch Tief Elli.
Europa steckt mitten im Winterchaos: Heftige Schneefälle, Glätte, Eisregen und Sturmböen haben in den letzten Tagen den Flugverkehr an vielen Flughäfen stark beeinträchtigt. Besonders Drehkreuze wie Amsterdam, Paris oder London standen unter erheblichem Druck. In Deutschland sorgten Schnee und Eis bereits für hunderte Verspätungen und zahlreiche wetterbedingte Ausfälle an wichtigen Flughäfen. Gleichzeitig deutet alles darauf hin, dass sich die Lage morgen erneut zuspitzen könnte, wenn Tief Elli und seine Fronten über Deutschland ziehen und für weiteren Schneefall, Glätte und winterliche Verkehrsbehinderungen sorgen.
Ein Blick zurück: Schnee und Störungen in Europa
Seit Beginn der Woche haben winterliche Bedingungen weite Teile Europas fest im Griff.
-
In Amsterdam kam es zu massiven Störungen mit zahlreichen Annullierungen und Verzögerungen im Flugverkehr.
-
Paris Charles de Gaulle und Orly registrierten ebenfalls wetterbedingte Ausfälle, da Schnee den Bodenbetrieb verlangsamte und Sicherheitsaufgaben erschwerte.
-
London Heathrow und Gatwick meldeten wetterbedingt verschobene Flüge trotz besserer Wintervorbereitung.
-
Brüssel, Zürich und Madrid waren von Verzögerungen und teils kurzfristigen Ausfällen betroffen, weil verschobene Ankünfte und Starts sich über das europäische Netzwerk auswirkten.
In Deutschland meldeten große Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin-Brandenburg, Hamburg und Düsseldorfeine Vielzahl wetterbedingter Verspätungen und vereinzelt gestrichener Flüge – ein klares Indiz dafür, wie empfindlich das System auf dauerhaften Winterdruck reagiert.
Wetterausblick: Tief Elli bringt erneute Risiken
Der Deutsche Wetterdienst warnt eindringlich vor einer erneuten Verschärfung der Wetterlage durch das Atlantiktief Elli. Dieses Tiefdruckgebiet treibt neue Schneefronten nach Nord- und Ostdeutschland, bringt teils kräftigen Schneefall, Kälte, Glätte und stürmischen Wind mit sich – gerade am Donnerstag und am Freitag droht eine wetterbedingte Belastung der Verkehrsinfrastruktur.
In der Nacht zum Donnerstag und am Vormittag breiten sich von Westen her erneut Schneewolken aus. Während im Westen und Südwesten der Schneefall aufgrund milderer Luft auch in Regen oder Schneeregen übergehen kann – was erhöhte Glatteisgefahr mit sich bringt – bleibt es im Nordosten frostig mit anhaltenden Schneefällen.
Diese Wetterkonstellation hat unmittelbare Auswirkungen auf den Flugverkehr: Schneefall und Glätte können Start- und Landebahnen rutschig machen, Bodenabfertigungen verlangsamen und Sichtverhältnisse bei An- und Abflügen verschlechtern – ideale Zutaten für weitere Störungen.
Welche deutschen Flughäfen könnten morgen besonders betroffen sein?
1. Hamburg Airport – Norddeutschland steht wegen erneuter Schneefälle und winterlicher Bedingungen im Fokus. Schnee und Glätte bringen Risiken für Bodenpersonal und Flugpläne zugleich.
2. Hannover Airport und nordwestliche Standorte – die Wettermodelle zeigen für Teile Niedersachsens und Westfalens weitere Schneeschauer, die das Bodenpersonal belasten und bei starkem Wind zu Verspätungen führen können.
3. Berlin-Brandenburg (BER) – im Osten bleibt es frostig mit erneutem Schneefall, der landseitige wie auch flugbetriebliche Herausforderungen erhöht; Glätte auf Rollwegen ist ein besonderes Risiko.
4. Frankfurt Airport (FRA) – obwohl im Südwesten der Schnee teils in Regen übergeht, kann die Glätte auf Rollwegen und unruhige Wetterübergänge zu Verzögerungen im Morgenverkehr führen.
5. München Airport (MUC) – im Süden können Schneewolken am Nachmittag erneut durchziehen, was insbesondere Nacht- und Morgenflüge beeinträchtigt.
Zudem sind Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart nicht auszuschließen: Gerade wenn Niederschlag und Temperaturwechsel zusammenfallen, steigt die Gefahr für Glatteis und damit auch die Wahrscheinlichkeit wetterbedingter Betriebsstörungen.
Die meteorologische Lage ist angespannt. Mit anhaltendem Schneefall, Glätte und Schneeverwehungen drohen erneute Verspätungen, verlängerte Abfertigungsprozesse und mögliche Ausfälle an mehreren deutschen Flughäfen – nicht nur im Norden, sondern quer durch die Republik.
Lesen Sie auchVereisung im Flug: Eine unterschätzte Gefahr?