United-Chef entschuldigt sich erneut für Passagier-Rauswurf

Chicago (dpa) - Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat im ersten Quartal bessere Geschäfte als erwartet gemacht - die Zahlen wurden jedoch durch den jüngsten Skandal um den gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers überschattet. Vorstandschef Oscar Munoz entschuldigte sich am Montag erneut für den Vorfall, bei dem der Fluggast aus einer überbuchten Maschine gezerrt wurde. Es sei «demütigend» gewesen und er übernehme «die volle Verantwortung», erklärte Munoz.

Es sei offensichtlich, «dass wir beim Kundenservice einen viel besseren Job machen müssen», sagte der United-Chef. Er sprach von einem «Wendepunkt» für sein Unternehmen, das jetzt mehr denn je entschlossen sei, die Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Das brutale Vorgehen gegen den Passagier, der sich laut seinem Anwalt die Nase brach, zwei Zähne verlor und eine Gehirnerschütterung erlitt, hatte weltweit Empörung hervorgerufen.

Die Zahlen für das erste Quartal gerieten durch die Affäre in den Hintergrund. United Airlines konnte die Prognosen der Analysten bei Gewinn und Umsatz übertreffen. Verglichen mit dem Vorjahreswert legten die Erlöse um überraschend starke 2,7 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar (7,9 Mrd Euro) zu. Auf bereinigter Basis verdiente die Fluggesellschaft 41 Cent je Aktie. Am Markt war lediglich mit 38 Cent gerechnet worden. Die Aktie stieg nachbörslich um einen Prozent.

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