UFO-Streik trifft mehr als 100 000 Passagiere
Frankfurt/Main (dpa) – Der flächendeckende Streik der Lufthansa-Flugbegleiter trifft nach Angaben des Unternehmens mehr als 100 000 Passagiere. «Es ist ein bitterer Tag, wenn über 1000 Flüge gestrichen werden müssen», sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther am Freitag in Frankfurt. Etwa 55 000 bis 60 000 Passagiere habe die Lufthansa vorab per SMS und E-Mail erreichen und […]
Frankfurt/Main (dpa) – Der flächendeckende Streik der Lufthansa-Flugbegleiter trifft nach Angaben des Unternehmens mehr als 100 000 Passagiere. «Es ist ein bitterer Tag, wenn über 1000 Flüge gestrichen werden müssen», sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther am Freitag in Frankfurt. Etwa 55 000 bis 60 000 Passagiere habe die Lufthansa vorab per SMS und E-Mail erreichen und ihnen Alternativen anbieten können.
Es gebe nach mehreren Streiktagen auch Kontakt zur Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter(Ufo), bestätigte der Lufthansa-Sprecher. Er hoffe, dass der Kontakt demnächst auch «zielführend» sein könne. Bislang sei dies noch nicht der Fall. Die ersten Kontakte seien allenfalls ein Zeichen der Hoffnung.
Die Deutsche Bahn habe sich wegen der Flugausfälle kooperativ gezeigt, allerdings sei der Freitag ohnehin ein starker Verkehrstag bei der Bahn. «Insofern wird es sicherlich etwas kuschelig werden in den Zügen», sagte Walther. Die Bahn rechnet mit mehreren tausend zusätzlichen Fahrgästen. Das Unternehmen will alle zur Verfügung stehenden Züge auf die Schiene bringen.
Der Streikaufruf für den gesamten Freitag ging an rund 18 000 Beschäftigte der Kabine an den Lufthansa-Standorten Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart. Selbst die Pilotenstreiks aus den Jahren 2001 und 2010 hatten nicht eine derart durchschlagende Wirkung.