Die Zahl der zivilen Drohnen in Deutschland hat vorläufig ihren Höhepunkt erreicht und schrumpft wieder. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Verbandes Unbemannte Luftfahrt (VUL), über die die «Welt am Sonntag» berichtet. Demnach sind derzeit hierzulande rund 430 000 Drohnen unterwegs, vor zwei Jahren waren es noch mehr als 474 000 solcher Fluggeräte gewesen.

Die meisten Drohnen, gut 385 000, würden privat genutzt. Das seien aber 15 Prozent weniger als vor zwei Jahren, heißt es in der Studie. Zwei Drittel von ihnen seien mit einer Kamera ausgestattet, die aus der Luft Bilder oder Videos aufnehmen können.

Die Zahl der kommerziell betriebenen Geräte hat sich nach Angaben des VUL im selben Zeitraum um 135 Prozent auf 45 200 Exemplare erhöht. Sie dienen beispielsweise zur Inspektion von Brücken oder werden von Feuerwehren und Landwirten eingesetzt.

Das gegenwärtige Marktvolumen bezifferte der Verband auf 840 Millionen Euro. Davon entfielen gut 100 Millionen Euro auf die privaten Drohnen. 600 Millionen Euro würden mit Dienstleistungen wie etwa Inspektionen erwirtschaftet. Der VUL ist eine Initiative des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI).

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