Ryanair: Angst reicht nicht für kostenloses Stornieren
Hannover/Berlin (dpa/tmn) – Die Pannenserie bei Ryanair dürfte viele Kunden beunruhigen – sie können gebuchte Flüge jetzt aber nicht aus Furcht vor einem Absturz kostenlos stornieren. «Angstgefühle helfen nicht», sagte der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover dem dpa-Themendienst. Am Sonntag war zum dritten Mal in vier Tagen ein Flugzeug der irischen Billig-Airline außerplanmäßig gelandet. Ein […]
Hannover/Berlin (dpa/tmn) – Die Pannenserie bei Ryanair dürfte viele Kunden beunruhigen – sie können gebuchte Flüge jetzt aber nicht aus Furcht vor einem Absturz kostenlos stornieren. «Angstgefühle helfen nicht», sagte der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover dem dpa-Themendienst. Am Sonntag war zum dritten Mal in vier Tagen ein Flugzeug der irischen Billig-Airline außerplanmäßig gelandet.
Ein Passagier brauche objektive Anhaltspunkte für ein Sicherheitsproblem, erklärte Degott. «Wenn ein Flug zum Beispiel verschoben und verschoben wird, es dauert und dauert, aber niemand sagt, was genau los ist, welches technische Problem es gibt – dann könnte ich als Gast sagen: Ich will nicht mehr fliegen. Denn die Unsicherheit ist nicht ausgeräumt worden.»
Außerdem habe der Passagier immer das Recht, in einer Maschine der gebuchten Fluglinien oder deren Partnerairlines zu sitzen, sagte Degott. «Reiseveranstalter und Reisebüros sind verpflichtet, bei der Buchung oder rechtzeitig vor Abflug mitzuteilen, mit wem man fliegt.» Wer ans Gate komme und dort ein Flugzeug einer anderen Airline vorfinde, müsse nicht einsteigen.
Grundsätzlich gelte: «Fluggesellschaften, die ein EU-Land anfliegen, sind sicher», erklärte Degott. Es gibt eine ständig aktualisierte Blacklist der Europäischen Kommission, die Fluggesellschaften aufführt, die in den Ländern der Europäischen Union nicht starten und landen oder sie überfliegen dürfen.