Nach dem Absturz eines US-Kampfjets in der Süd-Eifel hat das amerikanische Militär mit der Bergung von Wrackteilen begonnen. «Die Arbeiten können mehrere Tage bis mehrere Wochen dauern», sagte ein Sprecher des US-Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem am Mittwoch. Der Kampfjet vom Typ F-16 war am Dienstagnachmittag auf einem Routine-Übungsflug in der Nähe der Ortschaft Zemmer rund 15 Kilometer nordöstlich von Trier über einem Wald abgestürzt. Er kam vom US-Flugplatz Spangdahlem. Der Pilot konnte sich per Schleudersitz retten und ist wohlauf.

Die Bundeswehr hat das Gelände inzwischen großräumig abgeriegelt. Die rund drei Quadratkilometer große Zone sei zu einem «militärischen Sicherheitsbereich» erklärt worden, sagte der Sprecher der Bundeswehr in Rheinland-Pfalz, Oberstleutnant Günter Bohn, bei Zemmer (Kreis Trier-Saarburg). Dies geschehe, damit die US-Amerikaner ihre Untersuchungen machten könnten, aber auch zum Schutz der Bevölkerung: «Man weiß ja nicht, ob scharfe Wrackteile vorhanden sind, die möglicherweise noch von den Bäumen herunterfallen könnten.» Zudem werde derzeit untersucht, ob durch ausgetretenes Kerosin oder eventuell auch Hydrazin das Grundwasser verunreinigt worden sei. Nach Kenntnis von Bohn sind die Wrackteile über 300 bis 800 Meter verstreut.

Der leicht verletzte Pilot wurde nach Angaben der US-Luftwaffe noch am Dienstag aus der medizinischen Behandlung entlassen worden. «Er ist wieder zurück bei seiner Familie auf der Air Base», sagte der Sprecher. Die Absturzursache sei noch völlig unklar.

dpa rtt yyrs n1 jba/and