Die Luftwaffe ist am Montag erstmals zu Übungen nach Australien gestartet.

Sechs Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 hoben in Neuburg an der Donau ab und begannen damit den insgesamt etwa 22 000 Kilometer weiten Flug, wie ein Sprecher mitteilte. An der Verlegeoperation sind auch Transportflugzeuge vom Typ A400M sowie drei Tankflugzeuge vom Typ A330 beteiligt, die etwa eine halbe Stunde vor den Kampfflugzeugen von Köln aus starteten.

In Australien beteiligt sich die Luftwaffe an der Übung Pitch Black, bei der Lufteinsätze trainiert werden, sowie an der Marineübung Kakadu. Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea sind Partner der Nato in der Indopazifik-Region. Geplant sind auch Besuche der Luftwaffe in Japan und in Südkorea.

Die Verlegeübung findet im Schatten der Spannungen um Taiwan statt, jedoch ohne einen unmittelbaren Zusammenhang. Vor dem Hintergrund der dominanter auftretenden Großmacht China hat die Bundesregierung ihren sicherheitspolitischen Blick zuletzt auch auf den indopazifischen Raum gerichtet. Im neuen strategischen Konzept der Nato wird China als Herausforderung benannt.

«Wir stehen an der Seite all derjenigen, die für unsere Werte wie Demokratie, wie Freiheit, wie Sicherheit stehen und sind auch bereit, uns da einzubringen», hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) dazu erklärt. Sie sprach von einer Unterstützung für «Werteverbündete». Lambrecht: «Momentan ist natürlich der Fokus ganz klar auf die Ostflanke gerichtet. Das ist dem schrecklichen, dem brutalen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine geschuldet. Aber wir müssen den Blick darüber hinaus auch auf andere Regionen richten.

dpa