Nach der Einschränkung des Reiseverkehrs aus Großbritannien und Südafrika wegen der neuen Corona-Variante will die Lufthansa weiter nach Südafrika fliegen – aber ohne Passagiere zurückkehren.

«Vorerst wird die Lufthansa ihr Flugprogramm nach Südafrika unverändert und nach Plan fortsetzen», teilte der zuständige Lufthansa-Regionalmanager André Schulz am Dienstag mit. Allerdings würden die Rückflüge nach Deutschland ohne Passagiere abheben. Die Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss, die zur Lufthansa-Gruppe gehören, hätten all ihre Passagier-Verbindungen von Zürich nach Südafrika wegen der Verordnung der Schweizer Behörden ausgesetzt. Austrian Airlines werde ohne Einschränkungen zwei mal wöchentlich von Wien nach Kapstadt fliegen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson verkündete jüngst die Entdeckung einer neuer Variante des Coronavirus. Daraufhin stoppte Deutschland den Reiseverkehr aus Großbritannien und Südafrika weitgehend. Die Passagierbeförderung von dort per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus in die Bundesrepublik ist Transportunternehmen seit Dienstag weitgehend verboten, wie eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festlegt. Sie gilt bis 6. Januar.

Auch Südafrika verkündete vergangene Woche die Entdeckung einer neuen Corona-Variante. Diese hat Experten zufolge Ähnlichkeiten mit der Variante in Großbritannien, hat sich aber demnach unabhängig entwickelt. Menschen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen nach der neuen Verordnung von Verkehrsunternehmen ab 1. Januar aus Großbritannien und Südafrika befördert werden. Dafür geplante Flüge sind aber beim Bund drei Tage vorher anzuzeigen und zu genehmigen.

dpa