Flugpassagiere auf dem Weg nach Mallorca haben am Wochenende einen Schreckmoment erlebt:

Nach kurzer Flugzeit sei der Kabinendruck gesunken, die Flugbesatzung habe die Sauerstoffmasken ausgelöst und eine «außerplanmäßige Zwischenlandung» in Basel eingeleitet, sagte der Sprecher von Corendon Airlines, Thomas Braun, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Was den Druckabfall auf dem Flug am Sonntag ab Nürnberg ausgelöst hat, ist demnach nicht bekannt.

«Das ist natürlich ein Schreckmoment», sagte Braun. Ein in solchen Situationen vorgesehener Sinkflug, bei dem man schnell an Höhe verliere, löse häufig Beschwerden wie Ohrenschmerzen aus. So sei es auch bei einigen der insgesamt 188 Passagiere in der betroffenen Maschine gewesen. Sie seien in Basel medizinisch versorgt worden und seines Wissens nach alle wieder wohlauf. Nach Angaben des Flughafens wurden dort 37 Passagiere, die unter Tinnitus und Trommelfellschmerzen litten, medizinisch untersucht.

Der Flieger sei mittlerweile überprüft worden, teilte die Airline mit. Einen Schaden habe man nicht gefunden, «darum wird die Maschine, wenn sie es nicht schon ist, ganz normal wieder in ihren Linienbetrieb gehen», so Braun. Möglicher Auslöser könnten etwa eine falsche Anzeige oder eine nicht ganz verschlossene Tür sein.

Ein Teil der Passagiere habe nach der Landung in Basel nicht weiter mit Corendon reisen wollen. Der «Großteil» sei aber weitergereist und mit einer anderen Maschine der Airline nach Mallorca gebracht worden.

dpa