Warschau (dpa)– Polens Führung will nicht wie geplant am Karfreitag nach Russland reisen, um an einer Gedenkfeier zum Jahrestag der Flugzeug-Katastrophe von Smolensk teilzunehmen. Bei dem Absturz am 10. April 2010 war auch der polnische Präsident Lech Kaczynski gestorben. Der Besuch solle auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk, […]

Polens Führung will nicht wie geplant am Karfreitag nach Russland reisen, um an einer Gedenkfeier zum Jahrestag der Flugzeug-Katastrophe von Smolensk teilzunehmen. Bei dem Absturz am 10. April 2010 war auch der polnische Präsident Lech Kaczynski gestorben. Der Besuch solle auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk, am Freitag dem polnischen Fernsehsender TVP Info.

Als Grund für die Entscheidung nannte Dworczyk die schleppende Zusammenarbeit mit den russischen Behörden. «Bis heute um Mitternacht haben uns Vertreter der Russischen Föderation keine eindeutige schriftliche Antwort auf unsere Vorschläge für die logistischen Abläufe geschickt, obwohl sie vorher der Visite zugestimmt hatten.» Damit bliebe den polnischen Sicherheitskräften nicht genug Zeit für die Vorbereitung.

Die Regierung in Warschau hatte zuletzt geplant, am 10. April mit einer 50-köpfigen Delegation nach Smolensk zu reisen. Ihr sollten Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der Chef der nationalkonservativen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, angehören. Lech und Jaroslaw waren Zwillingsbrüder.

Bei dem Absturz der polnischen Regierungsmaschine beim Landeanflug auf das russische Smolensk waren 96 Menschen ums Leben gekommen. Sie waren unterwegs zu einer Gedenkfeier für die Opfer der Massaker von Katyn. Dort hatten 1940 Angehörige des sowjetischen Geheimdienstes NKWD Tausende polnische Offiziere ermordet.

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