Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat auf dem Hamburger Mobilitätskongress ITS vorgeführt, wie Einsätze von Rettungshubschraubern etwa auf der Autobahn schneller und sicherer werden können. «Im Mittelpunkt steht die Kommunikation zwischen Hubschrauber, vernetzten Fahrzeugen und Drohnen, im Fachjargon auch Air2XKommunikation genannt», heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Das im Hamburger Hafen erstmals öffentlich demonstrierte System funktioniert so: Die Hubschrauberbesatzung sendet ein Signal an Drohnen, die in der Nähe unterwegs sind, damit diese Drohnen den betroffenen Luftraum freimachen oder landen. Anschließend werden vernetzte Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe des Unfallorts über den geplanten Landeplatz informiert. «Diese Fahrzeuge bremsen dann ab, halten an und bilden eine Barriere für alle nachfolgenden Fahrzeuge», berichtet das DLR. «So entsteht ein sicherer Landeplatz, die Besatzung des Hubschraubers kann unabhängig von den Rettungskräften am Boden agieren und ist wesentlich schneller bei den Verletzten. Gleichzeitig steigt die Sicherheit für die Rettungskräfte in der Luft, am Boden und von Dritten.»

Landungen an stark befahrenen Straßen wie Autobahnen oder Bundesstraßen gelten für Hubschrauberpiloten als Herausforderung. «Wir sind mit unseren Rettungshubschraubern oft die ersten am Unfallort», berichtet der Regionalleiter Flugbetrieb bei der ADAC Luftrettung, Daniel Hecht, laut Mitteilung. «Der Verkehr rollt noch, und die Besatzung ist darauf angewiesen, dass er von sich aus irgendwann stoppt und eine Landefläche freigemacht wird oder die Polizei eintrifft und die Spuren sperrt.»

dpa kf yyno n1 rol