Bei Boeing laufen die Geschäfte dank der Wiederzulassung des Unglücksjets 737 Max und steigender Hoffnungen der Luftfahrtbranche auf ein nahendes Ende der Corona-Krise wieder deutlich besser.

Erstmals seit über einem Jahr konnte der US-Flugzeugbauer im Februar eine positive Auftragsbilanz vorweisen. Laut der am Dienstag veröffentlichten Statistik holte Boeing 82 neue Bestellungen rein. Dem standen zwar etliche Stornierungen gegenüber, doch unterm Strich ergab sich ein Plus von 31 Verkehrsflugzeugen.

Es ist der erste Monat seit November 2019, in dem der Konzern mehr Neuaufträge als Abbestellungen ausweist. Boeing hatte im Februar unter anderem einen Großauftrag von United Airlines für seine bestverkaufte Modellreihe 737 Max erhalten, die nach zwei Abstürzen mit 346 Toten rund 20 Monate lang mit Flugverboten belegt war und erst seit November wieder in den USA starten darf. Von der Wiederzulassung profitieren zuletzt auch die Auslieferungen stark, im Februar übergab Boeing insgesamt 22 Verkehrsflugzeuge an Kunden.

Dem europäischen Erzrivalen Airbus gingen im vergangenen Monat Bestellungen über 92 Verkehrsflugzeuge verloren, wie das Unternehmen bereits am Freitag mitgeteilt hatte. Zugleich holte Airbus Aufträge über elf neue Jets herein, doch insgesamt lag die Bilanz deutlich im Minus. Die Auslieferung neuer Maschinen nahm aber nach einem schwachen Jahresstart etwas Fahrt auf. Nach 21 Jets im Januar lieferte Airbus im Februar 32 Verkehrsflugzeuge aus. Die Corona-Krise hatte beide Hersteller im vergangenen Jahr stark belastet.

dpa