Ein massiver Wintersturm legt den Flugverkehr in den USA lahm. Über 12.000 Flüge wurden gestrichen und Flughäfen geschlossen. Airlines reagieren mit Sonderplänen.

Ein schwerer Wintersturm hat weite Teile der Vereinigten Staaten fest im Griff und sorgt für massive Einschränkungen im öffentlichen Leben – insbesondere im Luftverkehr. Schnee, Eisregen und extreme Kälte haben dazu geführt, dass US-Fluggesellschaften an einem einzigen Wochenende mehr als 12.000 Flüge gestrichen haben. Für Airlines, Flughäfen und Passagiere bedeutet das: Stillstand, Unsicherheit und logistische Herausforderungen.

Nach Angaben von Flugdatendiensten wie Flightradar24 kam es landesweit zu einer Welle von Annullierungen und Verspätungen. Besonders stark betroffen war der Osten der USA, wo zahlreiche Airports ihren Betrieb zeitweise vollständig einstellen mussten.

Wintersturm in den USA trifft große Drehkreuze

Zu den am stärksten beeinträchtigten Flughäfen zählte unter anderem der Ronald Reagan Washington National Airport, der zeitweise komplett geschlossen blieb. Insgesamt waren mehr als zwei Dutzend US-Flughäfen gezwungen, den Betrieb einzustellen oder stark zu reduzieren. Schneefall, vereiste Start- und Landebahnen sowie Sicherheitsbedenken machten einen regulären Flugbetrieb unmöglich.

Wintersturm USA Flugverkehr
Flightradar meldete über 12.000 Flugausfälle. Bild: Flightradar24 via X

Die großen US-Airlines reagierten mit proaktiven Maßnahmen: Flugpläne wurden ausgedünnt, Umbuchungen erleichtert und Reisende frühzeitig vor weiteren Ausfällen gewarnt. Dennoch kam es an vielen Flughäfen zu überfüllten Terminals und langen Warteschlangen.

Internationale Auswirkungen auf den Wintersturm USA Flugverkehr

Die Auswirkungen des Wintersturms beschränkten sich nicht nur auf den inneramerikanischen Flugverkehr. Auch internationale Verbindungen waren betroffen. Mehrere europäische Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa, sagten Flüge in die USA vorsorglich ab oder verschoben sie. Ziel war es, Crews und Flugzeuge nicht an wetterbedingt gesperrten Flughäfen festzusetzen.

Für den transatlantischen Verkehr bedeutete dies erhebliche Umplanungen. Airlines rechneten jedoch damit, dass sich die Lage mit der Abschwächung des Sturms schrittweise entspannen würde.

Wintersturm USA Flugverkehr und Infrastruktur unter Druck

Neben dem Luftverkehr setzte der Wintersturm auch der Energieversorgung massiv zu. Zeitweise waren rund eine Million Menschen ohne Strom. In zahlreichen Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Behörden appellierten an die Bevölkerung, Reisen zu vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Meteorologen stuften das Unwetter als einen der heftigsten Winterstürme der vergangenen Jahre ein. Betroffen waren nicht nur die Ostküste, sondern auch der Süden und der Mittlere Westen der USA. Nach offiziellen Angaben lebte mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung in Regionen, die direkt oder indirekt von den Auswirkungen des Sturms betroffen waren.