Der Flugzeugbauer Airbus hat den Kompromiss im Streit über Strafzölle wegen Subventionen begrüßt. Alles, was die Bedingungen in dieser wettbewerbsintensiven Branche angleiche, sei gut, sagte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer am Dienstag in einer Online-Konferenz. «Die Zölle kamen zufällig, als wir einen Konkurrenten hatten, der ernsthafte Probleme hatte», so Scherer weiter. Damit spielte er auf den Erzrivalen Boeing und die Krise rund um den Unglücksjet 737 Max an. Das sei «aggressiver Stil» gewesen. Nun könne Boeing wieder Flugzeuge liefern. Das sollte man mit Blick auf den Kompromiss auch vor Augen haben.

Die USA und EU hatten über viele Jahre die jeweils eigenen Flugzeugbauer Boeing und Airbus subventioniert und sich dann gegenseitig wegen Wettbewerbsverzerrung vor der Welthandelsorganisation WTO verklagt. WTO-Schiedsgerichte hatten die Subventionen für illegal erklärt und milliardenschwere Strafzölle erlaubt. Boeing und Airbus sind auf dem Weltmarkt für Flugzeuge scharfe Konkurrenten. Beide Seiten hätten den Wettbewerb durch unerlaubte staatliche Unterstützung der Firmen verzerrt, hielten WTO-Schlichter in zwei separaten Urteilen fest.

dpa nau xx n1 hgo