Die in Afghanistan regierenden Taliban haben mit einem Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Vertrag über die Bodenabfertigung für drei Flughäfen in dem Land unterzeichnet. Der Vertrag beziehe sich jedoch nur auf die Logistik der Airports Kabul, Herat und Kandahar, nicht aber auf die Sicherheit, hieß es bei der Unterzeichnung am Dienstag. Dennoch äußerten sich Vertreter der Taliban sowie des Konsortiums GAAC hoffnungsvoll, dass damit alle internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge wieder aufnehmen werden.

Die radikal-islamistischen Taliban hatten im August 2021 im Zuge des Abzugs der internationalen Truppen die Regierung übernommen, doch kein Land hat sie bisher als legitim anerkannt. Der Luftraum Afghanistans ist derzeit für alle Überflüge gesperrt. Es finden nur Inlandsflüge und internationale Evakuierungsflüge oder Flüge zur Lieferung humanitärer Hilfe statt, sofern die Taliban dem zustimmen.

Zudem verhandele man mit Katar über weitere Verträge, die die Sicherheit der Zivilluftfahrt wie etwa die Kontrolle der Passagiere und die Flugverkehrskontrolle umfassen sollten, sagte Ghulam Jailani Wafa, der stellvertretende Taliban-Minister für Transport und Verkehr, der Deutschen Presse-Agentur. Beobachter sagten, möglicherweise wollten die Taliban mit dem jetzt geschlossenen Vertrag zeigen, dass seit ihrer Übernahme der Macht auch gute Dinge im Land passierten – auch wenn diese nur auf dem Papier stünden. Neben Katar hatte auch die Türkei mit den Taliban in den vergangenen Monaten Gespräche über den Betrieb der Flughäfen geführt.

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