Chapecó (dpa) – Der dritte Torwart des von einer Flugzeugtragödie schwer getroffenen brasilianischen Fußballclubs Chapecoense beendet seine Karriere. Nivaldo, der nicht mit nach Medellín zum Finale um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional gereist war, erklärte am Mittwoch, sofort mit dem Fußball aufzuhören. Er ist seit 2007 bei dem Verein, der seit 2014 in Brasiliens Serie A […]

Chapecó (dpa) – Der dritte Torwart des von einer Flugzeugtragödie schwer getroffenen brasilianischen Fußballclubs Chapecoense beendet seine Karriere. Nivaldo, der nicht mit nach Medellín zum Finale um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional gereist war, erklärte am Mittwoch, sofort mit dem Fußball aufzuhören. Er ist seit 2007 bei dem Verein, der seit 2014 in Brasiliens Serie A spielt. Der 42-Jährige hatte aber ohnehin geplant, nach Ende der Saison aufzuhören. Er bestritt 299 Spiele für den Club, eigentlich sollte er noch einmal zum Einsatz kommen, um mit 300 Spielen seine Karriere zu beenden.

Unter Tränen sagte Nivaldo dem Portal «Globoesporte», sein emotionaler Zustand lasse kein weiteres Spiel mehr zu: «Als Sportler geht es einfach nicht mehr.» Jetzt sei aber der Moment, wo alle zusammenhalten müssten, «um ein neues Chapecoense zu formen».

Der erste Torwart Danilo war nach dem Absturz gestorben, Ersatzkeeper Jackson Follmann überlebte, ihm musste aber das rechte Bein amputiert werden. Insgesamt starben 71 Menschen. Sechs Passagiere überlebten den Absturz, der sich kurz vor Medellín an einem Berg ereignete – als mögliche Ursache wird von den Behörden Treibstoffmangel vermutet.