Flughafenverband: Vorkontrollen am Terminal erhöhen Risiko
Berlin/Frankfurt (dpa) – Nach dem Terroranschlag am Istanbuler Atatürk-Airport sehen sich die deutschen Flughafenbetreiber in ihrer Sicherheitsphilosophie bestätigt. Bei der Diskussion um die Anschläge von Brüssel im März sei Atatürk wegen seiner vor das Terminal verlagerten Personenkontrollen stets als positives Beispiel genannt worden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, am Mittwoch. Nun zeige sich, dass […]
Berlin/Frankfurt (dpa) – Nach dem Terroranschlag am Istanbuler Atatürk-Airport sehen sich die deutschen Flughafenbetreiber in ihrer Sicherheitsphilosophie bestätigt. Bei der Diskussion um die Anschläge von Brüssel im März sei Atatürk wegen seiner vor das Terminal verlagerten Personenkontrollen stets als positives Beispiel genannt worden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, am Mittwoch. Nun zeige sich, dass die wartenden Flughafengäste außerhalb der Gebäude noch schwerer vor Angriffen zu schützen seien. «Die Selbstmordattentäter suchen sich weiche Ziele, zum Beispiel die Warteschlangen vor den Kontrollstellen.»
Der ADV hält an seiner Position fest, die Flughafenbesucher erst beim Zugang zum Sicherheitsbereich innerhalb der Terminals genau zu kontrollieren. Im öffentlichen Raum davor könne aber bereits eine Vielzahl von Maßnahmen greifen, um das Risiko von Anschlägen zu mindern. Dazu gehört neben verstärkten Streifen im Terminal eine verbesserte und auch elektronisch gestützte Beobachtung der Passanten auf eventuelle Verhaltensauffälligkeiten. In Interviews könne der Grund für auffällige Verhaltensweisen abgeklärt werden.
Die deutschen Flughäfen hatten zudem bauliche Gegebenheiten an den Flughäfen als Argument gegen die Vorkontrollen genannt. Für eine hundertprozentige Zugangskontrolle fehle an den Flughäfen auch schlicht der Platz.