Vor einem Jahr kamen 16 ihrer Schulkameraden von einem Austausch mit einer spanischen Schule nicht zurück. Ihr Flugzeug zerschellte in den Alpen. 23 Schüler und zwei Lehrer sind nun trotzdem geflogen, um den Austausch fortzusetzen. Am Dienstagabend kehren sie zurück. Köln (dpa) – Knapp ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz haben Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern […]

Vor einem Jahr kamen 16 ihrer Schulkameraden von einem Austausch mit einer spanischen Schule nicht zurück. Ihr Flugzeug zerschellte in den Alpen. 23 Schüler und zwei Lehrer sind nun trotzdem geflogen, um den Austausch fortzusetzen. Am Dienstagabend kehren sie zurück.

Köln (dpa) – Knapp ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz haben Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern ihre spanische Partnerschule bei Barcelona besucht – nach acht Tagen Besuchsprogramm kehren 23 Schüler und zwei Lehrer am Dienstagabend zurück. Bei der Rückkehr einer Schülergruppe von diesem Austausch vor einem Jahr war der Germanwings-Airbus abgestürzt – 16 Schüler und zwei Lehrerinnen starben.

Die Gruppe fliegt wie auf dem Hinflug mit der Fluggesellschaft Germanwings – aus praktischen Gründen. Zielort ist diesmal aber nicht Düsseldorf wie vor einem Jahr, sondern der Flughafen Köln/Bonn.

Auf dem Hinflug sei die Gruppe im Flugzeug gut betreut worden, sagte Schulleiter Ulrich Wessel am Dienstag dem Radiosender WDR2. «Es ist eigens Personal mitgeflogen, um zum Beispiel bei auftretenden Turbulenzen die Schüler aufzuklären, was das ist.»

Die Schüler waren zu Gast in der etwa 40 Kilometer von Barcelona entfernten Stadt Llinars del Vallès. Wessel hatte die Gruppe für drei Tage begleitet. «Es war mir wichtig, gegenüber der spanischen Schule die Besonderheit und Wichtigkeit dieses Austauschs zu betonen.»

Bei der Katastrophe hatte der psychisch kranke Copilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht. Alle 150 Menschen an Bord starben.