Köln (dpa) – Nach Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen wird der Ruf nach einer unabhängigen Ombudsstelle für die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe laut. «Die Angehörigen brauchen verlässliche Informationen. Bei diesem Unglück sind eine Vielzahl von Behörden und Einrichtungen beteiligt. Teilweise wird vehement beklagt, dass die Kommunikation bislang sehr unterschiedlich war und Informationen nicht an die Betroffenen […]

Köln (dpa) – Nach Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen wird der Ruf nach einer unabhängigen Ombudsstelle für die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe laut. «Die Angehörigen brauchen verlässliche Informationen. Bei diesem Unglück sind eine Vielzahl von Behörden und Einrichtungen beteiligt. Teilweise wird vehement beklagt, dass die Kommunikation bislang sehr unterschiedlich war und Informationen nicht an die Betroffenen gelangten», sagte der Leiter der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland, Uwe Rieske, dem Kölner «Express» (Mittwochausgabe). «Daher plädieren wir für die Einrichtung einer Ombudsstelle für die Angehörigen. Sie sollte bei einer Behörde angesiedelt sein, aber unabhängig arbeiten, so wie es etwa bei dem Loveparade-Unglück war», erläuterte er. Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Der Copilot wird verdächtigt, das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.