Köln (dpa) – Auf den Altarstufen des Kölner Doms standen am Donnerstag 150 weiße Kerzen – eine für jeden Toten des Germanwings-Absturzes. Der Kölner Erzbischof Rainer Woelki hatte vor einigen Tagen im Domradio gesagt, das Urteil über den Copiloten müsse Gott überlassen werden: «Es steht uns nicht zu, zu urteilen. Es sind 150 Opfer.» Der […]

Köln (dpa) – Auf den Altarstufen des Kölner Doms standen am Donnerstag 150 weiße Kerzen – eine für jeden Toten des Germanwings-Absturzes. Der Kölner Erzbischof Rainer Woelki hatte vor einigen Tagen im Domradio gesagt, das Urteil über den Copiloten müsse Gott überlassen werden: «Es steht uns nicht zu, zu urteilen. Es sind 150 Opfer.» Der Copilot soll die Maschine den bisherigen Ermittlungen zufolge absichtlich zum Absturz gebracht haben.

Woelki sagte, er verstehe die Wut der Angehörigen, aber: «Wir sollten nicht zwischen Täter und Opfer unterscheiden, sondern für alle, die in diesem Flugzeug von dieser Katastrophe mit betroffen gewesen sind, beten.» Das sei das Einzige, das in dieser Stunde möglich sei. Woelki leitet an diesem Freitag (12.00 Uhr) zusammen mit der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die Trauerfeier für die Absturzopfer im Dom.