Dresden (dpa) – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plädiert nach dem Absturz der Germanwings-Maschine für schärfere Ausweiskontrollen an Flughäfen. Die Airlines sollten auch bei Flügen innerhalb des Schengen-Raumes die Identität ihrer Passagiere überprüfen, sagte der Politiker am Donnerstag in Dresden. Sonst wüssten die Fluggesellschaften unter Umständen nicht, wer tatsächlich im Flugzeug sitze. Dabei gehe es […]

Dresden (dpa) – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plädiert nach dem Absturz der Germanwings-Maschine für schärfere Ausweiskontrollen an Flughäfen. Die Airlines sollten auch bei Flügen innerhalb des Schengen-Raumes die Identität ihrer Passagiere überprüfen, sagte der Politiker am Donnerstag in Dresden. Sonst wüssten die Fluggesellschaften unter Umständen nicht, wer tatsächlich im Flugzeug sitze. Dabei gehe es nicht um die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in der EU, betonte der Minister. Der Vorschlag müsse nun mit den Partnern in der EU besprochen werden.

Bislang müssen Passagiere bei Flügen innerhalb des Schengen-Raumes nicht immer einen Ausweis vorzeigen, bevor sie eine Maschine besteigen. Hintergrund ist das Schengener Abkommen, dem sich bis auf wenige Ausnahmen alle EU-Staaten sowie einzelne andere Länder angeschlossen haben. Im Schengen-Raum gibt es keine systematischen Grenzkontrollen.

De Maizière zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass es bis Ende des Jahres ein europäisches Fluggastdatenabkommen geben werde. Dabei geht es um die Überprüfung von Passagieren, die in die EU ein- oder ausreisen.