Wegen des Absturzes: Satire aus Programm genommen
Es gibt Sendungen, die in diesen Tagen im TV zynisch wirken könnten. Einen Wochenrückblick zum Schmunzeln will kaum einer sehen. Absturzdramen passen genauso wenig. Die Sender streichen so einiges. Berlin (dpa) – Mehrere deutsche Fernsehsender verzichten aus Rücksicht auf die Opfer der Germanwings-Katastrophe weiterhin auf Satiresendungen. Unter anderem nahm das ZDF die «heute-show» am Freitagabend […]
Es gibt Sendungen, die in diesen Tagen im TV zynisch wirken könnten. Einen Wochenrückblick zum Schmunzeln will kaum einer sehen. Absturzdramen passen genauso wenig. Die Sender streichen so einiges.
Berlin (dpa) – Mehrere deutsche Fernsehsender verzichten aus Rücksicht auf die Opfer der Germanwings-Katastrophe weiterhin auf Satiresendungen. Unter anderem nahm das ZDF die «heute-show» am Freitagabend aus dem Programm. Darauf hätten sich Oliver Welke und das ZDF verständigt, wie der Sender mitteilte. «Die «heute-show» ist ein Wochenrückblick. Und auf diese Woche satirisch zurückzublicken, ist unserer Meinung nach nicht angebracht», wurde Welke zitiert. Auch Jan Böhmermanns Satiresendung «Neo Magazin Royale» in der Nacht zum Samstag wurde im ZDF gestrichen. Es war zuvor auch bei ZDFneo nicht über den Sender gegangen. Allerdings ist es im Netz verfügbar.
Auch Sat.1 wollte am Freitag keinen humoristischen Wochenrückblick mehr bringen. Der Comedian Luke Mockridge setzte mit seiner Sendung «Luke – Die Woche und ich» aus. «Sorry Leute: «Luke – Die Woche und ich» ist ein lustiger Wochenrückblick. Auf diese traurige Woche kann ich nicht lustig zurückblicken. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen, dass die Sendung diese Woche ausfällt», schrieb Mockridge an Fans.
Bereits am Donnerstagabend war «aus gegebenem Anlass» das Satireformat «extra 3» im Ersten nicht ausgestrahlt worden. Am Dienstag – dem Tag der Flugzeugkatastrophe mit 150 Toten – war Stefan Raabs ProSieben-Show «TV total» bei ProSieben ausgefallen. Inzwischen ist das Format in der Osterpause.
RTL verschiebt angesichts des Germanwings-Absturzes auch den für nächsten Donnerstag angesetzten Film «Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern» auf einen späteren Zeitpunkt. In dem Drama geht es um die Piloten der 60er Jahre-Kampfflugzeuge mit dem Namen Starfighter – 262 Maschinen stürzten ab.