Leid nehmen kann der Bundespräsident nicht, aber Gauck versprach Unterstützung. Er kam gemeinsam mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu einem Gedenkgottesdienst nach Haltern. Haltern (dpa) – Bundespräsident Joachim Gauck hat den Angehörigen der Absturzopfer von Germanwings sein Mitgefühl ausgedrückt und ihnen Unterstützung versprochen. Nach dem Besuch eines Gedenkgottesdienstes im westfälischen Haltern sagte er, es entstehe ein […]

Leid nehmen kann der Bundespräsident nicht, aber Gauck versprach Unterstützung. Er kam gemeinsam mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu einem Gedenkgottesdienst nach Haltern.

Haltern (dpa) – Bundespräsident Joachim Gauck hat den Angehörigen der Absturzopfer von Germanwings sein Mitgefühl ausgedrückt und ihnen Unterstützung versprochen. Nach dem Besuch eines Gedenkgottesdienstes im westfälischen Haltern sagte er, es entstehe ein «Band des Mitleidens und Mittrauerns». In der Notsituation erweise sich, «dass wir in einer Gesellschaft von Menschen leben und nicht nur von funktionierenden Wesen».

Das Präsidialamt hatte den Besuch Gaucks auf Bitten der Verantwortlichen in Haltern vorher nicht bekannt gegeben. Das Staatsoberhaupt wurde von der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) begleitet.

Die kleine Stadt Haltern am Rande des Ruhrgebiets ist von dem Unglück in Südfrankreich besonders betroffen. Eine Gruppe von 16 Schülern und 2 Lehrerinnen des Halterner Joseph-König-Gymnasiums befand sich an Bord der abgestürzten Maschine.

Zu den trauernden Mitschülern und Angehörigen habe er gesagt, dass nicht alles Leid abgewendet werden könne, aber «dass wir Arme und Hände haben, um zu helfen, wo wir es tun können». Nach dem Gottesdienst traf sich das Staatsoberhaupt im Kirchenraum noch mit Angehörigen der Opfer zu einem persönlichen Gespräch.

Gauck und Kraft wurden von Bürgermeister Bodo Klimpel vor der Kirche begrüßt. Der Bundespräsident flog noch am Mittag zurück nach Berlin.